Darsberg Open Air 2004

 

BILDER und INFORMATIVES vom

DARSBERG OPEN AIR 2004

veranstaltet von den Bandenkönigen

Das erste DARSBERG OPEN AIR wurde aus der Not heraus geboren - Darsberg feierte sein 675-jähriges Jubiläum und das nicht nur an einem Platz. Auch in Haucki's Scheune, die seit 2000 immer für den KERWE-ROCK herhalten musste, war ein Teil der Attraktionen untergebracht worden, und stand deshalb nicht für uns zur Verfügung. Man schlug uns vor, doch einfach mit unseren Instrumenten auf den gegenüber liegenden Dorfplatz umzuziehen, was zunächst auch als "machbar" angesehen wurde. Nach den ersten Überlegungen und einer Inspektion der Location wurde es immer deutlicher - so einfach wie es sich anhörte war die Sache nicht. Es wurde schnell klar, daß es nur mit mehr Aufwand - was wiederum mit höheren Kosten und mit neu zu erschließenden Einnahmequellen verbunden war - gehen würde. Und wir würden Bands brauchen, die bekannter waren und mehr Besucher anlocken. Diese jedoch wollen dann auf einer anständigen Bühne spielen und über eine standesgemäße Beschallungsanlage samt amtlicher Beleuchtung. Es war nicht leicht, das alles in Balance zu kriegen, aber irgendwann schien es, als ob unsere Rechnung aufgehen würde ...

Die grundlegende Philosophie sollte (im Vergleich zu unseren Kerwe-Rock-Veranstaltungen) beibehalten werden: kein Eintritt und eine Finanzierung nur über Werbung und Getränkeverkauf. Generell waren wir mehr daran interessiert, ein richtig "geiles Fest" auf die Beine zu stellen als möglichst viel Kohle in die Clubkasse zu scheffeln. Es gibt viele Beispiele dafür, daß so etwas funktioniert - ob es auf dem Darsberg auch hinhauen würde, wussten wir nicht, aber "Versuch macht kluch" ...

Das offizielle Plakat zum ersten

DARSBERG OPEN AIR Festival


1. TAG · 16. Juli 2004

The Rockkids · The New Phantoms · Second Service

 

  

Ballon-Start · The Rockkids

The New Phantoms

     

Second Service

Das Musik-Programm

Opener des ersten DARSBERG OPEN AIR waren die ROCKKIDZ, die mit Abstand jüngste Band weit und breit. Im Durchchnitt 11 Jahre alt, aber cool wie alte Rocker-Hasen. Es war der allererste Auftritt der Buben, und sie zogen viele Interessierte an - besonders Gleichaltrige und natürlich Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und so weiter. Und niemand wurde enttäuscht ...

Die volle Enttäuschung dagegen waren ILL CANTO - nach fester Zusage stellte sich offenbar bei der Band, die wir nie kennenlernten, Zweifel ein, ob es angemessen und ihrer würdig sei als "gewöhnlicher Act" im Rahmenprogramm aufzutreten. Schließlich begann das Feilschen um einen besseren, späteren Programmplatz (Top-Act des Tages hieß wohl das Ziel) - als wir darauf aber nicht eingingen, sagten ILL CANTO drei oder vier Tage vor dem Festival ab.

Wesentlich professioneller verhielten sich dagegen THE NEW PHANTOMS aus Heidelberg, deren Wurzeln in die 1960er Jahre zurückgehen, als sie unter dem Namen THE PHANTOMS viel Erfolg hatten - sie waren sofort bereit, den freien Platz mit ihrem erweiterten Programm zu füllen. Mit Klassikern und auch unbekannteren Songs aus der Woodstock-Ära nahmen sie das Publikum mit auf eine psychodelische Zeitreise, und ernteten viel Beifall ...

Aus Hamburg kamen SECOND SERVICE zum DARSBERG OPEN AIR - Bandenkönig Uwe hatte Sänger Hartmut bei einer Kur kennengelernt, und der wollte mit seiner Band unbedingt bei uns spielen. Das war eine gute Idee, und die Herren aus dem hohen Norden räumten richtig ab - überwiegend Songs aus den Südstaaten der USA (z. B. von Lynyrd Skynyrd) ließen die Zuhörer jubeln. Feurige Gitarren-Duelle und eine amüsante Show ließen sogar den Reporter der RNZ glauben, dies sei eine Profi-Truppe, die mit Musik ihre Brötchen verdient. "Warum sieht man die klasse Band nicht häufiger in unserem Raum?" fragte er sich ...


Hintergrund-Informationen:

Unerfahren - wie man beim ersten Mal halt irgendwie ist - gingen wir recht sorglos an die Sache ran. Erst morgens vor der Veranstaltung begannen wir mit dem Aufbauen, und ließen es auch noch gemütlich angehen. Schon bald aber geriet alles ziemlich  aus den Fugen - zu vieles konnte nicht mehr erledigt werden, zu vieles hatten wir schlicht vergessen und zu vieles wussten wir einfach (noch) nicht. Umso erstaunlicher, daß für die Aussenstehenden alles perfekt wirkte, der Zeitplan exakt eingehalten wurde und es an nichts mangelte. Hinter den Kulissen aber war es turbulent und kostete Nerven ...

Da es aufgrund von eklatantem Personalmangel (die Bandenkönige waren seinerzeit zu fünft, wurden aber beim Open Air von vier oder fünf freiwilligen Helfern tatkräftig unterstützt, denen wir hier nochmals danken wollen) nicht möglich war, auch noch den Kochlöffel, das Grillbesteck oder die Spül-Utensilien zu schwingen, mussten wir uns überlegen, wie wir gegen den Hunger der Besucher ankämpfen konnten. Nichts anbieten ist uncool, also vergaben wir diese Aufgabe an den Betreiber des Grillwagens beim Edeka-Markt. Das machte uns frei für unsere Dinge, und wir kriegten als Gegenleistung Steaks und Würste für das Team, die Helfer und die Bands ...


2. TAG · 17. Juli 2004

Jam Session · Borderline · One Way · Cheap Purple

  

Jam-Session mit den Rockkids, Marko Tatomirov (drums), Rüdiger Mann (bass - nicht im Bild), Marcel Sena-Pritsch (vocals, guitar & bass),Achim Reichelt (keyb. & bass) und Roland Proske (guitar) ...

 

Hintergründiges (Teil 2) ...

Jam-Session, was soll denn das sein ? Unter Musikern ist das ein Begriff, der für große Augen und freudige Erregung sorgt, denn es gibt wohl nichts, was dem musikalischen Idealzustand näher kommt als eine Jam-Session. Es wird nicht geprobt, und wenn es gut läuft, wird es eine richtig tolle Sache. Musiker, die eigentlich sonst nicht zusammenspielen, einigen sich auf eine Tonart und einen Rhythmus, und improvisiert dazu. Oder man wählt ein Musikstück, das jeder kennt und versucht, dieses so gut wie möglich ungeprobt zu spielen. Die einzige Voraussetzung ist eigentlich nur, daß man keine Scheu davor hat, unter diesen Voraussetzungen zu spielen ...


Borderline

One Way

  

     

CHEAP PURPLE


Richtig "volle Hütte" unter freiem Himmel, was selbst von dem kurzen Gewitterschauer nicht verhindert werden konnte ...


FAZIT:

Finanziell war das 1. DARSBERG OPEN AIR kein Erfolg - am Ende fehlte eine ganze Stange Geld, was kurzzeitig für Frust im Team sorgte, aber schnell war klar, daß wir uns davon nicht unterkriegen lassen würden. Wir waren uns sicher, daß es mit weiteren Verbesserungen an den richtigen Stellen, mehr Personal, neuen Ideen und etwas Glück bei einem neuen Versuch klappen müsste. Und damit war bereits ein DARBERG OPEN AIR 2005 beschlossene Sache ...  

 



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