Tagebuch 2013

 

DAS TAGEBUCH DER

B A N D E N K Ö N I G E

2013

1. Kegelabend · 3. Januar 2013 · Kegelbahn Wiesenbach
Eine Winterpause gab es zum Jahreswechsel 2012 zu 2013 nicht - die Feiertage lagen so, daß unsere Kegelabende davon nicht betroffen waren und wir quasi nahtlos ins neue Jahr starten konnten. Erfreulicherweise verzichtete sogar Dirk darauf, zu fordern, daß sämtliche ersten Erfoge und Pleiten des Jahres schriftlich festgehalten werden müssten. Und die ließen auch nicht lange auf sich warten und gipfelten bereits beim 1000er Rennen in einen (für alle nicht betroffenen unerfreulichen) Schlagabtausch zwischen M-Fein und mir, in dem wir uns die Neuner und Kränze um die imaginären Ohren schlugen. Während wir uns bereits Sorgen um die Schnapszahl 555 machten, hatte der Rest der Gemeinde gerade mal die 100-Punkte-Grenze erreicht - und teilweise die Nase voll von uns "Idioten". Gegen Ende des Abends hatte sich das Gesamtbild jedoch wieder so weit verschoben, daß es weder klare Gewinner noch eindeutige Verlierer gab ...
2. Kegelabend · 17. Januar · Kegelbahn Wiesenbach
Während in der Anfangsphase des 2. Kegelabends des neuen Jahres die Karten gut - also gleichmässig - verteilt schienen, wurde das Gesamtbild beim Setzspiel dann aber nochmal kräftig verzerrt. M-Fein, der Setzspiel-an-die-Tafel-Schreiber, hatte sich ordentlich vertan beim Aufmalen der einzelnen Spalten, und so hatte jeder eine Vielzahl von Feldern mit teilweise hohen Beträgen zu füllen. Nach anfänglicher Kritik deswegen einigten wir uns aber darauf, die Sache durchzuziehen - nicht zuletzt deswegen, weil wir ja kürzlich einen weiteren Kegelausflug geplant und auch gebucht hatten. Bei mir lief es am Anfang ganz gut, aber dann versagten meine Nerven und ich konnte dort keine befreienden Ergebnisse erzielen, wo sie hilfreich gewesen wären. Auch bei Jörg H. lief es nicht besser, weshalb er und ich in vielen Fällen Zahlmeister wurden. Aber auch die anderen traf es, das soll nicht verschwiegen werden, und wenn meine Erinnerungen richtig sind, kam auch diesmal niemand schadlos davon ... 
3. Kegelabend · 31. Januar · Kegelbahn Wiesenbach
Es ist geschafft - der ehemalige Klingler-Rekord von 22 (seit es die Tagebuch-Aufzeichnungen gibt) wurde überboten und lautet nun 23 ! Nicht ganz unschuldig daran ist unser Kegelbruder M-Fein, der wiedermal obszön oft traf. Aber nicht nur er, sondern auch Kissy hat neuerdings auffallend viele Einträge auf seinem Notizzettel. Natürlich trugen auch fast alle anderen Bandenkönige zum neuen Rekord bei - nur Haucki gelang nichts, obwohl es manchmal echt knapp war. Er muss leider als Loser des Abends bezeichnet werden, weil er besonders beim Setzspiel eine sehr schwache Phase hatte, die auch nicht kostenlos sein wird. Nachdem das Kegelbuch geschlossen war und Haucki ein paar Würfe machte, um festzustellen, wo die Fehler lagen, klappte es wieder richtig gut - "ein mentales Problem" würde man im Profisport sagen. Übrigens stellten wir nach dem Kegeln fest, daß der Termin in 2 Wochen ausfallen muss, denn mehrere Bandenkönige können aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei sein ...
♦ ♦ ♦ Kein Kegelabend · 14. Februar ♦ ♦ ♦
Wie schon berichtet, sagten wir diesen Kegelabend ab, weil ein Drittel der Herren nicht teilnehmen konnte - M-Fein fiel in letzter Minute ein, dass er wieder mal Nachtschicht hatte und Dirk hatte vor Wochen schon angekündigt, dass er im Februar wieder eine Seereise (in die Karibik sollte es diesmal gehen) gebucht hatte und diese auch antreten würde. Der Rest der Aktiven beschloss daher eine Aus-Zeit, zumal an diesem Abend auch ein Fussballspiel des VfB Stuttgart stattfand, das für Anhänger dieses Vereins nicht ganz unwichtig war ...
4. Kegelabend · 28. Februar · Kegelbahn Wiesenbach
An diesem Abend waren leider auch nicht alle Bandenkönige anwesend - Uwe war (wie so viele andere auch) von einer Erkältung oder der Grippe erwischt worden und sagte einen Tag zuvor ab. Auf jedenfalls klang es so, was die heisere Stimme, die am anderen Ende meines Telefonkabels von sich gab. Nun gut, zu fünft geht auch noch, sagten wir uns, aber was am Ende des Abends auf Kissy's Zettel stand, war nicht wirklich spektakulär. Wir waren Lichtjahre von einem neuen Rekord entfernt, und letztendlich blieb dann nur eine Begebenheit im Hirn des Autors hängen, die man erwähnen könnte - vielleicht auch, weil ich der einzige war, der darüber lachen konnte: am Ende des 1000er-Rennens war ich noch 50 Punkte vom Sieg entfernt und wollte mit einem souveränen Wurf (am liebsten mit angenehmem Klingeln im Hintergrund) lässig grinsend abschliessen. Was ich fabrizierte war dann aber - so oder so - eher erbärmlich. Die Kugel steuerte nicht etwa in die "Gasse", sondern weit raus nach rechts. Alle, die noch Chancen hatten, planten, wieviel sie noch würden abarbeiten können, denn es sah für alle (ausser M-Fein, der vor mir dran, aber auch fast im Ziel war) nach zwei weiteren Würfen aus. Aber aus meinem recht vermurksten Wurf entwickelte sich das seltene "Dach" (die 5 Kegel hintenherum fielen), was mir genau 50 Punkte und einen Freiwurf einbrachte. Das Spiel war vorbei, aber das Gemaule ging erst los ... 
♦ ♦ ♦ Kein Kegelabend · 14. März ♦ ♦♦
Schon wieder musste unser Kegelabend ausfallen - zunächst sagte Haucki ab, weil er private/gesellschaftliche/familiäre Verpflichtungen hatte. Am Mittwoch meldete sich dann M-Fein krank (Grippe, Erkältung o.ä.), was die nächste generelle Absage wahrscheinlich machte, aber Kissy wollte trotzdem die Meinung der restlichen Sportler einholen. Beim Telefonat mit Uwe, der immer noch sehr angeschlagen und nicht kegelfähig war, stand die Entscheidung fest: nächster Kegelabend erst am 28. März ...
5. Kegelabend · 28. März · Kegelbahn Wiesenbach
Rekorde ohne Ende an diesem Abend - nun gut, es waren zwei neue Bestleistungen, die beim nächsten Kegeln aber womöglich das lauteste Jammern seit Jahren verursachen werden. Sagenhafte 26 mal klingelte es, was alleine schon mal so viele Strafzahlungen wie noch nie (also neuer Rekord) in die Kasse spülen wird. M-Fein sorgte mit seinen Klinglern dafür, dass alle anderen jeweils 6 Euro zahlen dürfen, sprich: er schaffte 12 Kränze und Neuner - auch der höchste Wert, an den wir uns erinnern können und somit wieder ein Rekord. Und da auch bei den Spielen noch mal ein paar Cent zusammen gekommen sein dürften, sollte das verspätete Weihnachtsessen 2012, das wir nun endlich auf einen konkreten Termin festlegen konnten, kein allzu tiefes Loch in die Club-Kasse reissen. Genau, das Essen - es findet am 12. April statt, genau zwei Wochen nach dem Karfreitag, dem Feiertag vor Ostern ... guten Appetit und frohe Weihnachten !
6. Kegelabend · 11. April · Kegelbahn Wiesenbach

Dass wir heute schon wieder einen neuen Rekord aufstellen würden, erwartete niemand und in Anbetracht der Tatsache, dass im Durchschnitt deswegen jeder fast 11 Euro in Clubkasse blechen musste, war das auch nur bedingt erwünscht. So zeigte sich das Glück an diesem Donnerstag dann auch als treulose Schlampe, die vom einen zum anderen zog - Dirk und ich z. B. waren schon bei der Aufwärmrunde (5 auf die Vollen) mit je zwei Volltreffern gut dabei. Beim 1000er-Rennen siegte dann Jörg  H. (!!!), ohne dass auch nur ein Konkurrent ansatzweise hätte mithalten können, und das auch mit zwei Klinglern. Das Setzspiel war dann wieder M-Fein's Sache, obwohl es für ihn keine Nullrunde wurde - Kissy hatte Hochs und Tiefs ohne wirklich zu dominieren und Uwe war erst gar nicht dabei, weil ihm seine Lungenentzündung noch immer oder schon wieder zu schaffen machte. So hatte niemand von den Aktiven einen echten Grund, sich benachteiligt zu fühlen und wir konnten uns abschliessend noch mal kurz über den Ablauf des Weihnachtsessen am kommenden Samstag unterhalten ...

Samstag, 13. April 2013 · Weihnachtsessen

Darauf, wieso "um Himmels Willen" die Bandenkönige ihre Weihnachtsfeier Mitte April abhalten, will ich an dieser Stelle nicht mehr eingehen - und auch nicht darauf, welche unübersehbaren Vorteile daraus entstehen. Tatsache war auf jeden Fall, dass dieser Termin von allen problemlos eingehalten werden konnte - nur Uwe war nicht dabei, weil ihm seine Lungenentzündung immer noch zu schaffen machte. So kam es, dass Johanna's Taxi mit nur fünf Keglern besetzt nach Heiligkreuzsteinach kutschiert wurde, wo Kissy im traditionsreichen Lokal "Goldener Hirsch" einen Tisch für uns reserviert hatte. Wir nahmen Platz und knöpften uns die Speisekarte vor, die (im Gegensatz zu früher) recht schlank geworden war, also nicht mehr so viele Seiten mit Wild-Spezialitäten hatte wie mittelalterliche Bibel. Das war aber nicht weiter schlimm, schliesslich muss man sich letztendlich doch für ein einziges Gericht entscheiden ...

7. Kegelabend · 25. April · Kegelbahn Wiesenbach

Die Anfangsphase dieses Kegelabends sah verdächtig nach einer Kopie der letzten Veranstaltung aus - dank Dirk und mir hatte es bereits nach wenigen Minuten mehrmals geklingelt, und das Gemaule von Kissy, Uwe, M-Fein und Jörg kam uns auch bekannt vor. Danach wurd aber vieles ganz anders, was sich besonders bei Hauckis Leiszungen beim 1000er-Rennen zeigte: diesmal stürmte nicht wie ein Stier aus dem Odenwald über die Ziellinie, sondern traf am Anfang überhaupt nichts - noch nicht mal die Kegel. Später wurde die Sache dann wieder etwas ausgeglichener, was dazu führte, dass der 25. April zwar kein historisch wichtiger Tag für die Bandenkönige werden wird, aber auch kein unterirdisch schlechter. Immer noch besser als das Schicksal des 9. Mai, der es - wie wir zu später Stunde erfuhren - noch nicht einmal zu einem normalen Kegelabend bringen würde, da dieser Termin im Kalender als Feiertag gekennzeichnet war, was für uns bedeutet, dass die Kegelstube in Wiesenbach dann geschlossen bleibt ...

♦ ♦ ♦ 9. Mai · kein Kegelabend · Feiertag ♦ ♦ ♦
Wegen des Feiertags kein Kegeln an diesem Tag. Nächster Termin: 23. Mai
8. Kegelabend · 23. Mai · Kegelbahn Wiesenbach

Natürlich hofften der Kegelbruder Schaller und meine Wenigkeit wieder auf einen starken Start in den Kegelabend, aber davon konnte im Nachhinein nicht wirklich die Rede sein. Jeder hatte seine üblichen Probleme bevor sich eine gewisse Konstanz einstellte, was bei M-Fein wie bei mir bedeutete, daß die ersten Kugeln irgendwie zu weit nach links abdrifteten. Auch Jörg H. hatte aufgrund seiner körperlichen Beeinträchtigungen zeitweise Probleme und schlug das Spielgerät (die Kugel) zu früh auf, wodurch sie nicht auf der optimalen Spur rollte, sondern meistens in der sogenannte "Regenrinne" landete. Die restlichen Bandenkönige versuchten hilfreiche Tipps zu geben, aber es war gar nicht so leicht zu analysieren, was schuld war an den verunglückten Würfen. Möglicherweise führte diese erhöhte Aufmerksamkeit der Kameraden bei Jörg zu einer gewissen Verunsicherung, was bekanntlich nur selten von Vorteil ist. Allerdings war es am Ende nicht so, dass Haucki zum Hauptsponsor der Kegelkasse wurde - irgendwann traf es jeden einmal und das ist auch gut so ...

9. Kegelabend · 6. Juni · Kegelbahn Wiesenbach

Dank Einteilung zur Nachtschicht fehlte M-Fein an diesem Abend, was irgendwie auch immer eine Chance für alle ist, besonders gut bzw. erfolgreich auszusehen. Das war aber zumindest in Sachen Erfolgswürfe mit Hintergrundgeklingel nicht oder nicht oft genug der Fall. Dafür kamen wir der Sache mit Jörgs freifliegenden Kugeln näher, was dann auch für einen längeren Zeitraum richtig gut klappte. Die optimierte Wurftechnik trug dazu bei, dass alle Kegler nahezu auf Augenhöhe die letzten (und teuersten) Spiele bestritten, was für mich den unangenehmen Nebeneffekt hatte, dass das Setzspiel für mich ganz schön teuer wurde. Präsident Kissy, der im selben Spiel wieder einmal oft und lautstark über massloses Pech bei sich und unverdientes Glück bei anderen klagte, kam dagegen (und auch das ist nicht neu) fast ungeschoren davon ...

10. Kegelabend · 20. Juni · Kegelbahn Wiesenbach

An diesem Abend waren wir zwar wieder komplett angetreten, allerdings konnte Kegelbruder Haucki aus gesundheitlichen Gründen nicht mittun. Wenn man einmal vom Ergebnis des Setzspiels absieht, war Uwe D. an diesem Tag der herausragende Kegler, bei dem es von Anfang an richtig gut lief. Für gesteigertes Aufsehen sorgte z. B. sein Kranz, der Dirk beim "Lattenzaun" ins Unglück stürzte, denn der hatte eine 5 vorgelegt. Es gelang Uwe sogar einen seltsamen Rekord aufzustellen : beim 1000er Rennen erkämpfte er sich bei den ersten vier Würfen auch vier Einträge auf Kissy's Liste. Zwar waren zwei Striche für das eher ungeliebte Zehnerle dabei, aber auch je einer für Neuner und Kranz. Kenner und Rechenkünstler wissen, dass Uwe damit bereits nach vier Würfen bei 320 Punkten lag und schon fast ein Drittel der Strecke geschafft hatte. Andere werkelten zu der Zeit noch an ihrem ersten Hunderter, und als Uwe durchs Ziel bretterte, waren alle anderen noch weit davon entfernt. Nur beim Setzspiel ging ihm dann etwas der Saft aus und bescherte ihm die höchste Strafsumme in dieser Disziplin ...

11. Kegelabend · 4. Juli · Kegelbahn Wiesenbach

Auch das heutige sportliche Beisammensein versprach wieder Grossartiges, denn das Team glänzte durch Vollzähligkeit. Doch die hohen Erwartungen wurden gedämpft, als Jörg H. verkündete, daß er an diesem Abend nur würde passiv teilnehmen können: sein kürzlich aufgetretenes gesundheitliche Problem (siehe Bericht vom 20. Juni) hatte er inzwischen behandeln bzw. operieren lassen. Da der Eingriff allerdings nur wenige Tage zurücklag, hatte er von seinen Ärzten noch kein grünes Licht für uneingeschränkte Aktivitäten bekommen, was den Kegelbrüdern natürlich einleuchtete. Aber auch Dirk S. klagte über Schmerzen (in der Schulter) und kündigte an, dass er womöglich nicht alle Kegelspiel durchhalten würde. So kam es dann auch, und etwa zur Halbzeit waren zwei Drittel der Sportsmänner ausser Gefecht. In solchen Situationen strecken wir das Programm dann gerne mit der "Fuchsjagd" und einer längeren, aber preiswerteren Version des Setzspiels. Letzteres traf den Rest der Truppe dann auch ziemlich ziemlich ausgewogen, weil es mit nur vier Spielern kaum möglich ist, ungeschoren davon zu kommen. Haucki und Dirk betätigten sich als Trainer und Ratgeber ... 

12. Kegelabend · 18. Juli · Kegelbahn Wiesenbach
Heute gingen wir es locker an, denn zum Einen war der Sommer mit seiner Hitze zu Besuch in der Kegelstube und zum Anderen waren nur vier Kegelbrüder aktiv - Jörg pausierte noch wegen seiner OP und Dirk's schmerzende Schulter sorgte dafür, dass er erst gar nicht mitkam zum Kegeln. Nicht die besten Aussichten auf besondere Leistungen und neue Rekorde - dafür kann ich mal wieder von Spielen berichten, von denen man sonst nur selten hört. Zum Beispiel von der "Fuchsjagd", das meist nur bei Personalmangel aufgeführt wird, und diesmal schafften es alle Füchse in den Bau - das kommt auch nicht so oft vor. Das abschliessende und finanziell entschäfte Setzspiel war dann mehr oder weniger eine Orgie im Schlecht-Kegeln (gilt für alle, aber mich traf es heftig), was wohl zum Teil auf die drückende Hitze geschoben werden kann. Gut, wenn man eine plausible Ausrede hat ...
13. Kegelabend · 1. August · Kegelbahn Wiesenbach
Verwirrung bezüglich des Ausfalltermins im Vorfeld sorgte dafür, dass wir verspätet anfingen, aber letzendlich alles halb so wild, denn auch heute waren wir wieder nur zu viert (Jörg und Dirk waren nicht dabei). Deshalb gab es eine weitere Fuchsjagd, die jedoch bei weitem nicht so knapp war wie vor zwei Wochen. Das 1000er Rennen entschied ich für mich durch einige fette Würfe mit Geklingel, was im Übrigen an diesem Abend recht häufig und von jedem zu hören war. Das Setzspiel war dagegen fast wie eine Kopie vom vorhergegangenen Kegelabend - einmal mehr war ich der Loser. Und da heute der letzte Kegelabend vor unserem Ausflug war (am 16. August ist die Kegelstube wegen Urlaub geschlossen), sprachen wir noch kurz über die Ausflüge, die für uns interessant wären und über die Abfahrtszeit ...
♦ ♦ ♦ 15. August · KEIN KEGELABEND ♦ ♦ ♦
Die Kegelstube war an diesem Donnerstag wegen Urlaub geschlossen !

KEGELAUSFLUG 23. bis 30. August 2013

zum EUROSTRAND nach LEIWEN an der Mosel

BILDER demnächst hier ...

Was, schon wieder Eurostrand ? Meine Frese, fällt denen denn nichts Besseres ein ? So (oder so ähnlich) wird wohl der ein oder andere denken - aber: beim diesjährigen Kegelausflug hieß das Ziel nicht Fintel in der Lüneburger Heide, sondern Leiwen. Genauer gesagt, das Eurostrand Resort in Leiwen an der Mosel ...
Freitag, 23. August
Der erste unbestreitbare Vorteil an Leiwen (gegenüber Fintel) ist, dass man relativ schnell am Ziel ist. Das zieht fast zwangsläufig die Vorteile 2 und 3 nach sich - die Spritkosten halten sich im Rahmen und die Chancen auf endlose Staus sinken, wohl auch, weil weit im Westen das Verhältnis zwischen Autobahn und Autos, die darauf fahren wollen, irgendwie ausgewogenerer ist. Also reichte es dicke, dass wir erst nachmittags kurz vor 14 Uhr starteten, der Kegelkasse sogar noch das teure Autobahn-Rasthof-Mittagessen ersparten und trotzdem auf die Minute pünktlich am Ziel waren. Kurz vor unserer Ankunft offenbarte sich der nächste Leiwen-Vorteil: die Aussicht auf die Mosel-Schleife ist (wenn man die letzte Kuppe überquert hat) schlicht atemberaubend. Aber dann gingen uns die Vorteile langsam aus: unser Häuschen, das wir nach dem Einchecken beziehen konnten, lag ganz schön weit weg vom Zentrum des Eurostrands und so schnuckelig wie die Heidehäuser in Fintel war es auch nicht - eher schlicht und praktisch. Der erste Eindruck vom Essen war dann auch etwas ernüchternd, denn das Abendessen war zwar geschmacklich voll in Ordnung, aber es mangelte - wieder im Vergleich mit dem Angebot in Fintel - doch etwas an Vielfalt. Nach dem Mahl erkundeten wir oberflächlich das Gelände und nahmen noch den ein oder anderen Drink ...
Samstag, 24. August
Nachdem Frühstück informierten wir uns dann umfassend darüber, was uns in den nächsten Tagen bevorstand, suchten die für uns wichtigen und markanten Punkte und wiederholten den Rundgang vom Vorabend. Dabei stellten wir fest, dass z. B. die Minigolf-Anlage in weniger verlockendem Zustand und ohne Aufsicht war, und dass wir auf gar keinen Fall am Beach-Volleyball-Turnier teilnehmen würden. Letzteres auch aus dem Grund, weil sich Uwe's Rückenschmerzen keineswegs besserten - am Vortag hatte es noch so ausgesehen, als ob seine Schmerzen nach und nach abklingen würden, aber das war keineswegs so. In erster Linie aber war das Wetter (für das man dem Standort Leiwen nun wirklich keinen Vorwurf machen konnte) momentan für Aktivitäten unter freiem Himmel nicht das ideale - es regnete häufig und für Ende August, also mehr oder weniger noch im Hochsommer, war es unangenehm kalt. Wie schön, dass es für die Fussball-Interessierten wenigstens die Bundesliga gab, die man entweder im Restaurant oder im Bowling-Raum gucken konnte. Trotz leichtem Dauerregen liessen wir den Tag dann unter umfunktionierten Sonnenschirmen auf der Terrasse (man könnte es auch Biergarten nennen) ausklingen. Der Allein-Unterhalter, der für die angekündigte Live-Musik sorgte, machte zwar einen ganz ordentlichen Job - unseren Geschmack traf er aber noch nicht einmal ansatzweise ... 
Sonntag, 25. August
Auch diese Nacht brachte Uwe nicht die erhoffte Besserung, und so fasste er den Beschluss, dass es für ihn wohl besser sei, den Urlaub abzubrechen und sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Dirk begleitete ihn auf der Heimfahrt und kehrte am Nachmittag mit seiner "Schildkröte" (Audi TT) wieder zurück, nachdem er noch kurz seine Lebensgefährtin, die auch krank war und im Krankenhaus lag, besucht hatte. Die zurückgelassenen Bandenkönige verbrachten den Sonntagnachmittag auf unterschiedliche Art: der ein oder andere legte sich ab, andere nutzen die Möglichkeit, im Fernsehen Fussball zu gucken. Kurze Spaziergänge bei nicht ganz optimalem Sommer-Wetter sorgen für etwas Abwechslung, weil es sonst womöglich zu sehr nach Zeit-Totschlagen ausgesehen hätte. Und natürlich liessen wir auch am Sonntag wieder keine Mahlzeit aus ...
Montag, 26. August
Nach dem Frühstück stiegen wir - bewaffnet mit Fotoapparaten und Regenjacken - in den Bus, um nach Bernkastel-Kues zu fahren. Auf dem Weg dorthin, für den wir etwa 45 Minuten brauchten, erzählte unser Reiseleiter einige nette Stories zu den Orten, durch die wir gondelten und gab uns ein paar Tipps zum Aufenthalt in Bernkastel-Kues. Aber zunächst ging es mal raus aus dem Bus und rauf auf's Schiff - eine etwa 1-stündige Mosel-Schifffahrt gehörte mit zum Ausflug. Es nahmen alle daran teil, also auch M-Fein. Es war die ganze Zeit über recht kühl, aber es regnete nicht. Das blieb auch bei unserem gemütlichen Spaziergang durch Bernkastel so, eine Wanderung über die Brücke rüber nach Kues auf der anderen Moselseite ersparten wir uns, denn dazu hatten wir definitiv zu wenig Zeit. Zum verabredeten Zeitpunkt trafen sich dann alle Ausflug-Teilnehmer wieder an der Bus-Haltestelle und noch rechtzeitig zum Mittagessen um ca. 13 Uhr waren wir alle wieder in Leiwen. Ich machte mich dann gleich auf und fuhr zu einem privaten Besuch nach Köln - am Abend war ich gerade noch so rechtzeitig zurück, dass ich nicht ohne Abendessen und auch nicht hungrig ins Bett gehen musste. Ein Busfahrer machte uns dann beim gemütlichen Beisammensein unterm Schirm auf der regennassen Terrasse ein Angebot für den nächsten Tag, das ganz gut klang ...

Dienstag, 27. August

Das Angebot, das uns der Busfahrer am Vorabend gemacht hatte, sah folgendermassen aus: weil er sein Fahrzeug (einen ausgewachsenen Reisebus) in die Vertragswerkstatt nach Trier bringen musste, hatten wir die Möglichkeit mitzufahren und in aller Ruhe mit reichlich Zeit durch Trier zu schlendern, was beim planmässigen Ausflug, der am Mittwoch auf dem Programm stand, wohl nicht so gemütlich möglich werden würde. Nachdem wir es eingehend besprochen hatten, schien uns das eine gute Idee zu sein und wir krabbelten kurz nach 11 Uhr auf die besten Plätze im fast leeren Bus. An der Porta Nigra wurden wir abgesetzt und begannen damit, uns langsam durch die Fußgänger-Zone zu kämpfen - Buch- und CD-Läden, Kaufhäuser und die ein oder andere Kneipe gehörten zu den Anlaufpunkten. Zuerst nur nebenbei fielen uns mehrere Elefanten-Skulpturen auf, die wir gemäß Touristenpflicht natürlich fotografisch festhielten - erst später begriffen wir, dass es sich dabei um eine ungewöhnliche Ausstellung handelte. Beim Essen in der "Schlabbergasse" informierten wir uns dann eingehender darüber, was es mit den Rüsseltieren auf sich hatte - die waren in der ganzen Innenstadt verteilt, somit für jederman sichtbar und ganz schön viele. Der Ehrgeiz packte uns und wir beschlossen, nach der Mittagspause alle zu fotografieren. Abends gab's Krach: Dirk wurde mehrmals von einer streitsüchtigen Oma mit Rollator übel angefahren (in die Hacken) und zeigte die Wandalin an der Rezeption an ...
Mittwoch, 28. August
Zur Abwechslung blinzelte an diesem Morgen sogar mal die Sonne hinter den Wolken hervor, weshalb sich Dirk und M-Fein dazu veranlasst sahen, mit Jogging in den Tag zu starten. Dirk wetzte mehrmals an unserem Häuschen vorbei - kopfschüttelnd standen drei lauffaule Kameraden hinter den Fenstern, Nummer 4 (M-Fein) hechelte hinterher. Danach - wie üblich - Frühstück und anschliessend Terasse mit Zeitunglesen. Inzwischen hatten wir auch herausgefunden, dass unsere Elefantenjagd keineswegs schon beendet war, denn von 40 Skulpturen, die in Trier herumstanden, hatten wir gerade mal 22 gefunden. Damit stand die Hauptaufgabe für den heutigen Ausflug fest: den Rest suchen und im Bild festhalten. Diesmal waren wir jedoch schlauer und besorgten uns einen Plan mit den Standorten der Elefanten, aber dennoch gelang es nicht, alle zu finden. Einige waren einfach zu weit weg, um sie zu Fuss zu erreichen - das erfuhren wir u.a. bei einem erneuten Besuch in der "Schlabbergasse". Wir trösteten uns gegenseitig mit der Weisheit, dass man nicht alles haben kann im Leben ...
Donnerstag 29. August ( ... und natürlich kein Kegelabend)
Den letzte Tag an der Mosel hatten wir unfreiwillig zu einem gemacht, der zur freien Verfügung stand - wir wollten zur Flugausstellung in Hermeskeil, die wir auch kostenfrei hätten besuchen können, denn der Eurostrand bot auch einen Ausflug mit dem Bus dorthin an. Irgendwie hatten das aber verpennt, obwohl Kissy behauptet, er habe das Angebot beim letzten Kegelabend vorgelesen. Das glauben wir gerne, aber nun war es halt wie es war. Wir starteten vormittags, machten einen kleinen Umweg (weil man sich auf den billigen Plätzen im Auto nicht einig war, wie man nach Hermeskeil kommt) und fanden schliesslich doch das Gelände mit den Flugapparaten. Ich war selbst vor über 20 Jahren mal hier und stellte fest, dass man inzwischen deutlich mehr zu besichtigen hatte. Zunächst in den Hallen, wo man Motoren, Technik und auch Flugzeuge zu sehen bekam, die im Freien nicht lange unbeschädigt geblieben wären. Danach ging's in den Open-Air-Bereich mit sehenswerten Fliegern und Hubschraubern - darunter auch viele Militär-Maschinen aus Ost und West. Zum Abschluss bestiegen wir eine echte Concorde mit unechter Innenausstattung (als Kneipe ausgebaut), wo wir noch einen Drink nahmen. Der Abend stand dann wieder im Zeichen des internationalen Fussballs - der VfB musste zur Quali für die Europa-Liga ran, verkackte aber erbärmlich und stürzte unsere zwei VfB-Fans in tiefe Depression. Wieder war ein Tröstchen angesagt ...
 
Freitag, 30. August
Zwar zählte auch dieser Tag noch offiziell zum Aufenthalt im Eurostrand, aber ausser Frühstück und zügigem Verlassen von Haus und Gelände gab es nichts mehr. Na gut, dann hielten wir uns an die Vorschriften und gaben unsere Schlüssel wieder ab. Danach noch schnell Tanken und dann ab auf die Autobahn in Richtung Heimat - und da war er dann wieder, einer der Vorteile von Leiwen gegenüber Fintel: ratzfatz waren wir wieder daheim, und das auf einer Autobahn, auf der wenig bis gar nichts los war. Erst in der Gegend um Ludwigshafen/Mannheim füllten sich die Fahrspuren etwas, von Stau oder zähfliessendem Verkehr konnte aber keine Rede sein. Dirk schob seinen Beifahrer M-Fein an der Bergstrasse ab (in mein Auto), weil er noch einen Umweg über Heidelberg ins Krankenhaus macht, um seine Liebste zu besuchen. Eine gute halbe Stunde später setzte ich dann Kissy an die frische Luft, aber nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil ich vor seiner Wohnung hielt. Dann musste ich nur noch Haucki und zu guterletzt M-Fein loswerden und schon stand einem gemütlichen Wocheende zuhause nichts mehr im Weg ...
14. Kegelabend · 12. September · Kegelbahn Wiesenbach
Am ersten Kegelabend nach unserem Ausflug, gab es natürlich eine Menge nachzubesprechen und zu berichten - Uwe hatte sich nochmal entschuldigt, denn er fühlte sich noch nicht 100%ig gesund, aber in zwei Wochen wäre er dann höchstwahrscheinlich wieder mit dabei. Also kegelten wir gemütlich vor uns hin, aßen und tranken etwas und hielten uns mit hervorragenden Leistungen eher zurück. M-Fein glaubte durch die 6-wöchige Pause etwas ausser Form zu sein, aber letzendlich war es wie immer ... 
15. Kegelabend · 26. September · Kegelbahn Wiesenbach
Seit längerer Zeit traten die Bandenkönige mal wieder vollzählig an - Uwe war soweit wieder fit und einsatzfähig, und auch beim Rest der Mannschaft schien alles in Ordnung zu sein. Allerdings verblasste der Schein recht schnell schnell wieder, denn bei Dirk trat das alte Schulterleiden wieder auf, das ihn schon seit Monaten plagte. Es wurde nach der Hälfte unser Kegelzeit (also etwa gegen halb zehn) so stark, dass Weitermachen für unseren Ossi nicht mehr drin war - er wurde nach dem 1000er-Rennen zum Zuschauer und die Haupt-Gesprächsthemen des restlichen Abends hatten alle damit zu tun, was Dirk unternehmen könnte, um seine Schmerzen endgültig loszuwerden. Wie immer waren sich die Diskussionsteilnehmer nicht einig, welcher Weg der richtige sei, aber es herrschte Übereinstimmung darüber, dass es nicht akzeptabel sein könne, sich mit Aussagen von Ärzten wie "damit müssen Sie halt leben" oder ähnlichem abzufinden ...
16. Kegelabend · 10. Oktober · Kegelbahn Wiesenbach

Eigentlich hätten wir diesen Kegelabend wegen fehlendem Personal absagen und ersatzlos streichen müssen, aber weil Uwe's Mitteilung, dass er höchstwahrscheinlich nicht anwesend sein wird, ziemlich spät kam, zogen wir es durch. Kissy, Haucki und ich (Uwe kam nicht) waren also die einzigen Kegler - M-Fein nachtschichtete, bei Uwe ging's aus familiärem Anlass nicht und Dirk's schmerzende Schulter scheint inzwischen in den Händen eines anderen Arztes zu sein, dessen neue Therapien hoffentlich erfolgreich sein werden. Aber es stand auch schon fest, dass sich die Behandlung über mehrere Wochen erstreckt und Dirk auch in zwei Wochen noch nicht mitmachen kann. Kissy, Jörg und ich zogen also ein verkürztes Programm durch und beendeten bereits um 22 Uhr den Kegelabend. Michael, unser Wirt, gab der Hoffnung Ausdruck, uns möglichst bald mal wieder komplett zum Kegeln begrüßen zu können - wir versprachen, uns bis zum nächsten Mal wieder zu vermehren und werden dann hoffentlich mit fünf Aktiven antreten können ...

 

 



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