Liebes Tagebuch 2006 ...

DAS TAGEBUCH DER

B A N D E N K Ö N I G E

2006

1. Kegelabend, 12. Januar · Bammental

Am ersten Kegelabend des neuen Jahres passierte nicht allzu viel Nennenswertes - Haucki fehlte, weil ihm sein Gichtknie mal wieder Probleme bereitete und M-Fein mußte schon um 21 Uhr 30 das Sportheim in Bammental wieder verlassen, weil er ausnahmsweise zur Nachtschicht ging. Uwe biss (wegen einer Bänderzerrung) auf die Zähne - und knirschte mitunter auch mit denselben, weil ihm das erfolgreiche Kegeln der Kameraden die Laune verdarb. Besonders Neu-Bandenkönig Michel fiel durch unerhört viele Neuener und Kränze (es waren mindestens vier davon) negativ auf. Kissy, Ossi-Dirk und Rolli waren völlig außer Form - nur selten gelang ihnen mal eine Serie von guten Würfen, was sich finanziell besonders nachteilig für Dirk beim Setzspiel erwies. Seinen Unmut bekam letztendlich die Wirtin zu spüren, die sich mal wieder über unseren Fleiss beim Rauchen beklagte ...

2. Kegelabend, 26. Januar · Bammental

Sensationen gab es auch beim 2. Kegelabend des Jahres nicht - im Gegenteil, es wurde einmal mehr deutlich, wie grottenschlecht wir alle geworden sind. Der Durchschnittswert 2005 hat dies ja schon angedeutet, aber nun sah man es ganz deutlich beim "6-Tage-Rennen", das nach langer Zeit mal wieder gespielt wurde und ein "Abräumen"-Spiel ist. Nur zwei Spieler erreichten ein Ergebnis von über 200 Punkten - ab 300 könnte man als "durchschnittlich bis erträglich" bezeichnen, und erst darüber wären Beurteilungen, die das Wort "gut" beinhalten angebracht. Es war erbärmlich - ebenso wie die Ausbeute an Neunern und Kränzen. Es klingelte so wenig wie selten - bei mir mal wieder überhaupt nicht (sorry, Bea) ! Im übrigen waren wir mal wieder nicht komplett angetreten - Uwe fehlte wegen (Kinder-) Krankheit ...

3. Kegelabend, 9. Februar · Bammental

Zum dritten Kegelabends des Jahres 2006 waren die Bandenkönige erstmals komplett zum sportlichen Beisammensein angetreten. Und die Mehrheit der Athleten liess es kräftig krachen - oder besser: klingeln ! überdurchschnittliche 15 mal kam das Geläut zum Einsatz, wobei es aber nicht alle Anwesenden erfolgreich waren - Kissy, Jörg und ich schafften es nicht der Klingel einen Ton zu entlocken. Stattdessen konnte man wüste Beschimpfungen der Kegel und derbe Flüche von den erwähnten Herren hören. Der vereinseigene Moral-Apostel Uwe forderte die Betroffenen auf, sich zu mässigen : "man sagt nicht scheisse - da geht die ganze Bildung am Arsch" ...

Nebenbei wurde übrigens der Kegelausflug 2006 geplant - in diesem Jahr fallen die Bandenkönige vermutlich über den Osten unseres Landes her. Der Termin wurde auf die vorletzte Mai-Woche gelegt - das genaue Ziel (und alles, was sonst noch interessant ist) gebe ich demnächst hier bekannt.

Besprechung, 15. Februar · Neckarsteinach

Das Thema dieser Besprechung war natürlich das DARSBERG OPEN AIR 2006, bei dem es wieder mal einige Veränderungen geben wird. Da die Freiwillige Feuerwehr nicht mehr als Partner der Veranstaltung zur Verfügung steht, haben wir zunächst mal die Möglichkeiten ausgelotet - die Hauptfrage ist natürlich, ob wir genügend Helfer haben werden. Ein weiterer Diskussionspunkt war, ob wir einen oder zwei Abende mit Programm anbieten - einig waren wir uns darüber, daß die musikalischen Darbietungen etwas eingeschränkt werden müssen. Weniger ist mehr, oder so ...

4. Kegelabend, 22. Februar · Kleingemünd

An diesem Abend war alles anders - nicht nur, daß wir mal wieder in der "Krone" in Kleingemünd antraten, nein, es war diesmal auch nicht der gewohnte Donnerstag, sondern der Mittwoch davor. Und damit nicht genug - wir kegelten diesmal auf der linken Bahn, und das gar nicht mal so schlecht. So ziemlich jeder konnte der Bahn-Klingel angenehme Töne entlocken, und damit verteilen sich die Gebühren auch ziemlich gleichmäßig (aber das wird Kissy noch genau ausrechnen). Nebenbei war auch der geplante Kegelausflug ein Gesprächsthema - mit der anvisierten Unterkunft wird es leider nix werden, denn die vielversprechende Pension im Osten unserer Republik ist bis November ausgebucht. Doch das kann uns nicht wirklich erschrecken. Kissy und Dirk erhielten von ihren Kegelbrüdern den Auftrag, etwas anderes zu suchen und möglichst bald "zuzuschlagen". Uwe ist auch einverstanden, stellt aber eine Bedingung : "es muss ein ALDI in der Nähe sein !"

5. Kegelabend, 9. März · Bammental

Wenig Bemerkenswertes an diesem Kegelabend - sogar die Temperaturen vor unserem Kegeldomizil waren wie sie schon seit Wochen sind : saukalt ! Haucki musste wieder eine Aus-Zeit nehmen, weil sein Knie noch immer nicht so will wie er. Ansonsten kullerte sich jeder einen Neuner oder Kranz hin - nur die beiden Hauptverdächtigen auf den Titel 2006 gaben sich damit nicht zufrieden. Die Strafen wurden (nach ersten Schätzungen) gleichmäßig auf alle Athleten verteilt, und die Frage nach dem Ziel des Kegelausflugs konnte auch noch nicht geklärt werden - im anvisierten Zielgebiet ist auf jeden Fall nicht zu landen ... jedenfalls nicht vor Mai 2008 !

6. Kegelabend, 23. März · Bammental

Weil trotz Vollzähligkeit das Engagement der Bandenkönige nicht ausreichte, um etwas Nennenswertes zu produzieren oder gar neue Rekorde aufzustellen, kann ich mir lobende Worte für den Bereich "Sportliches" schenken - weshalb ich gleich das Thema wechsle. Kommen wir zum Kegelausflug, der uns (wie bereits angedeutet wurde) leider nicht an ein schnuckeliges Seeufer in MeckPom führt, wo wir selbsterlegte Fische grillen wollten. Na gut, dann eben nicht - es gibt auch noch andere schöne Ziele. Dirk hatte auch gleich eine vielversprechende Idee und sogar schon dort nachgefragt - und so war eigentlich schon fast sicher, daß wir Ende Mai in den Bayrischen Wald reisen. Es fehlte eigentlich nur noch die schriftliche Bestätigung aus Neureichenau (so der Name des Aufenthaltsortes) - da muss man dem Kegelausflugsplanungsstab doch mal ein Sonderlob aussprechen ...

7. Kegelabend, 6. April · Bammental

Zwei Kegelbrüder waren für diesen Abend offiziell entschuldigt - Haucki musste erneut zum Kniedoktor, weil es wegen des Ärztestreiks mit dem ursprünglichen Termin nicht geklappt hatte, während unser Neu-Bandenkönig Michel mit Grippe im wärmenden Bett lag. Das ist natürlich bedauerlich und wir wünschen "gute Besserung", aber unser Mitgefühl hielt sich dennoch in Grenzen - M-Fein und meine Wenigkeit ließen es herzhaft "krachen", was (in Zahlen ausgedrückt) bedeutet, daß wir beide je 4 Neuner und einen Kranz hinsemmelten. Dem Rest der Gemeinde gefiel das weniger, was unser breites Grinsen aber nur bedingt schmälern konnte - immerhin gingen die anderen ja auch nicht ganz leer aus, und so hörten wir an diesem Abend 15- oder 16-mal das beliebte Klingeln. Mein erster Neuner wurde - wie versprochen - mal wieder offiziell der lieben Bea gewidmet, als Dank für's eifrige "Daumendrücken" ...

Der Kegelausflug ist nun übrigens auch schriftlich bestätigt und ist somit endlich "niet- und nagelfest". Eine Änderung gibt es beim kommenden Kegelabend - der muss, weil Kissy und M-Fein beim Polterabend eines Kollegen erwartet werden, auf den darauf fogenden Freitag verschoben werden.

8. Kegelabend, Freitag 21. April · Bammental

Wieder einmal wenig Erwähnenswertes am 8. Kegelabend des Jahres - nicht dabei war dieses Mal Michel (der neuerdings auch mit dem Namen "Wuschel" angesprochen wird, dieses aber bestenfalls toleriert, wenn Damen ihn so ansprechen), weil er freitags immer zum Rugby-Training geht, das Tier! Dadurch sank die Zahl der "Klingler" drastisch, aber M-Fein und Uwe bemühten sich sehr, den normalen Durchschnitt wenigstens annähernd zu erreichen. Der Rest der Kegelbrüder hätten gerne auf den übertriebenen Fleiss der beiden Wahnsinnigen verzichtet ...

Besprechung, Samstag 22. April · Neckarsteinach

Natürlich war das Thema wieder das Open Air 2006 - neben der Vorstellung des Musikprogramms ging es auch um viele Details, die geklärt werden mussten. Zusammen mit unseren Gästen Petra und Conny erarbeiteten wir viel Sinnvolles, obwohl es gerne noch ein paar potentielle Mitarbeiter mehr hätten sein dürfen. Allerdings muss man sagen, daß sich sicher noch ein paar Helfer zur Verfügung stellen werden. Alles in allem kann man sagen, daß wir gut voran kommen und das DARSBERG OPEN AIR 2006 bestimmt ein voller Erfolg wird ...

9. Kegelabend, Donnerstag 4. Mai · Bammental

Wieder mal ein Kegelabend von der Sorte "nichts Außergewöhnliches" - das einzig Nennenswerte ist das Ergebnis des Setzspiels. Gleich drei Recken überstanden die "teuerste Stunde des Abends" schadlos, und drei weitere kam mit dem berühmten "blauen Auge" davon. Das scheint auf den ersten Blick richtig positiv, aber letzendlich bleiben dann nicht mehr viele, die die Zeche zu zahlen haben. Zieht man von den 7 Bandenkönigen nun 3 Nichts-Zahler und 3 Wenig-Zahler ab, bleibt ein Fast-Alles-Zahler übrig - und der hieß diesmal Dirk. Nachdem er richtig stark begonnen hatte und selbst nach einigen schwachen Würfen immer wieder erfolgreich "seine" Linie fand, zeigte er beim Setzspiel Nerven und versemmelte einiges. Zum echten Bedauern (und das ist wirklich ehrlich gemeint) der Kegelbrüder konnte er selbst beste Chancen, die ihm fast ebenso schlechte Kameraden anboten, nicht nutzen. Da wir aber beim Kegelausflug diesmal auch Kegeln können, wird es nicht nur das Bandenkönige-Turnier geben, sondern auch Nachhilfe-Unterricht. In Sachen "Klingeln" tat sich diesmal niemand besonders hervor - auch bei mir schepperte das Geläut nur 2 mal, was bedauerlich ist, denn so werden Nicky und Bea (für's Daumendrücken und die virtuellen Powerkekse) nur gegrüßt - Schnuffies, das nächste Mal geb' ich mir mehr Mühe ... versprochen !

An dieser Stelle möchte ich all diejenigen aufklären, die sich beim Lesen fragen, wer Bea und Nicky sind, die ich hier hin und wieder grüße. Mit diesen beiden Mädels zocke ich online und plaudere schriftlich per Computer mit ihnen - das nennt man chatten ...

10. Kegelabend, Donnerstag 18. Mai · Bammental

In der Tat konnte das Versprechen, das ich am letzten Kegelabend gegeben hatte, diesmal eingelöst werden - es klingelte deutlich häufiger. Das aber nicht nur bei mir, sondern bei allen anwesenden Bandenkönigen und das rund 15 mal - Jörg, der zwar selten mit Neunern oder Kränzen glänzt, war diesmal nicht dabei, sondern hatte sich inzwischen der Knie-Operation unterzogen. Das hatte zwar zur Folge, daß er leider den Kegelausflug absagen musste (wie auch Neu-Mitglied Michel, der aus beruflichen Gründen nicht dabei sein konnte), aber ob das die Kollegen derart beflügelt hat, ist zweifelhaft. Vermutlich hatten wir alle nur einen guten Tag ...

Kegelausflug 2006 vom 20. - 27. Mai

20. Mai : Fahrt nach Neureichenau im Bayerischen Wald zum "Gut Riedelsbach" - weil Jörg und Michel nicht dabei sein können, konnten wir mit einem Fahrzeug reisen. Nach einer ausgiebigen Pause auf einem Trucker-Rasthof östlich von Nürnberg kommen wir gegen 16 Uhr in Riedelsbach an und beziehen unsere Zimmer. Nach dem Abendessen werden noch einige "Blonde" Marke Sitterbräu aus der Hausbrauerei gebechert - dadurch wird eine angenehme "Bettschwere" erreicht ...

21. Mai : Nach dem Sonntags-Frühstück starten wir in eine Woche, in der wir jeden Tag etwas anderes unternehmen. Wir beginnen mit der Besteigung des "Dreisessel", eines ca. 1300 m hohen Berges - die Tatsache, daß wir nur die letzten 300 Meter zu Fuß gingen, schmälert zwar unser Ansehen in Bergsteigerkreisen, aber das war besonders Uwe vollkommen egal. Auf dem Rückweg (und nach einem kleinen Imbiss im "Dreisessel"-Restaurant) teilte er uns mit, daß dies auf jeden Fall seine letzte Bergwanderung gewesen sei. Wir versprachen Uwe, daß es keine weiteren Bergsteigereien geben würde. Am Abend versuchten wir auf der Kegelbahn in unserer Pension unser Glück - hatten aber durchweg nicht viel bzw. versagten kläglich ...

22. Mai : Dieser Montag war der einzige Tag, an dem es durchweg warm und sonnig war - zum Glück hatten wir ihn ausgewählt, um die 3-Flüsse-Stadt Passau zu besuchen. Zunächst starteten wir einen gemütlichen Spaziergang durch die Innenstadt und gafften alles an, was irgendwie nach Sehenswürdigkeit aussah - trotzdem waren einige Kulturmuffel der Ansicht, daß das Beste an Passau noch die Frauen wären. Nach einigen Visiten in diversen Biergärten bestiegen 80% der Bandenkönige ein Passagierschiff zur "Drei-Flüsse-Fahrt", obwohl wir den Zufluss der Ilz nur aus einiger Entfernung sahen - trotzdem war's ganz nett, und (dank der Freikarten von unserem Wirt) auch noch kostenlos ...

23. Mai : Billige Zigaretten und Schnaps zum Schnäppchenpreis, preiswerte Klamotten und eine Menge anderes - mehr oder weniger legales - Zeug lockten uns in das Nachbarland Tschechien. Leider dauerte es ziemlich lange, bis wir einreisen durften, denn Kissy's Ausweis war abgelaufen, aber er konnte (gegen eine geringe Gebühr) eine Tageskarte erwerben. Danach durften wir rein - aber so doll, wie wir erwartet hatten, war's dann doch nicht. Die Zigaretten waren weder richtig billig noch richtig gut, und auch das andere Zeug löste keinen Kaufzwang in uns aus. Hier ein paar Schuhe, dort ein T-Shirt und ein paar DVD's - das war's auch schon. Nur beim Tanken zahlte sich unser Ausflug aus. Nach der Ausreise samt Filzen an der Grenze war jede Begeisterung verschwunden, und wir fuhren frustig wieder "heim". Am Abend stand ein Rundgang im größten Bierkultur-Museum der Welt, das zufällig auch auf "Gut Riedelsbach" zu finden ist, an - da wir aber bis dahin noch etwas Zeit (und Hunger) hatten, kehrten wir bei Anita in Neureichenau ein. Danach zeigte uns unser Wirt, Herr Sitter, seine Museums-Schätze - als Lohn für unsere Aufmerksamkeit gab es anschließend eine riesige, leckere Schweinshaxen. Mit viel Bier und etlichen Blutwurz schlossen wir den Tag ab ... 

24. Mai : Der Schädel dick, der Gang wackelig - so starteten wir in den Mittwoch, der uns nach "Pullman City" führte. Die Westernstadt in ein bekannter Freizeitpark und ein beliebtes Ziel für jung und alt. Nach einer gewissen Zeit waren wir körperlich zwar wieder fit, jedoch war es für uns nahezu unverständlich, warum sich hier viele Erwachsene zum Affen machen und verkleidet wie Cowboys und Indianer durch die Gegend latschten oder sogar auf Gäulen ritten. Nun ja, irgendwann war uns das auch wurscht, und wir kauften uns sogar Cowboy-Hüte (Dirk und ich jedenfalls). Unser Ossi bestieg mutig einen unechten Bullen, fiel aber schon bald runter, versuchte sich im Bogenschießen und war auch sonst einer der Aktivsten. Aber auch der Rest der Truppe ließ sich nicht hängen, trottete gemütlich durch das ganze Gelände und begutachtete alles interessiert. Eigentlich gar nicht so übel hier - aber irgendwann war unsere Zeit abgelaufen und wir kehrten zurück ins richtige Leben. Auf "Gut Riedelsbach" fand an diesem Abend noch das "Bierkulinarium" statt, zu dem wir uns angemeldet hatten. Bernhard Sitter, unser Wirt, ist anerkannter Bier-Sommelier und lehrte uns, daß man zu einem feinen Essen nicht immer Wein trinken muss - im Gegenteil, wenn man die richtigen Bierarten trinkt, kann es ein fast noch größerer Genuss sein. Als Apperitiv ein Campari-Bier oder ein "Gestacheltes" zur Vorspeise - das kannten wir noch nicht. Nachdem wir auch noch alle ein Diplom erhalten hatten, tranken wir das "Blonde" sozusagen mit ganz anderen Augen - und so klappte es bei anschließenden Kegelabend schon viel besser ...

25. Mai : Da Uwe ausdrücklich nicht mehr auf einen Berg steigen wollte, schlug Kissy vor, daß wir stattdessen doch mal in einen Berg steigen könnten - der Vorschlag wurde angenommen, und wir besuchten am regnerischen Donnerstag das Graphit-Bergwerk "Kropfmühl" in Hauzenberg. M-Fein verzichtet auf die Teilnahme, kam aber trotzdem mit, was ihm im Nachhinein Atemnot und Herzrasen ersparte, denn wenn es im Bergmanns-Jargon heißt "wir fahren in den Berg ein" bedeutet dies nichts anderes als "wir laufen !" 222 Stufen runter und 222 Stufen wieder rauf, und das teilweise in grotesker Haltung, weil an sich um hervorstehende Felsen biegen muss. Anstrengend, aber immerhin kamen alle wieder zum Vorschein - und im Berg war es (wegen konstanter Temperatur von ca. 20°C) sogar noch etwas wärmer als draußen bei M-Fein. Und nach dem Berg ist vor dem Berg - in einem Restaurant verschlagen wir Berge von Vor-, Haupt- und Nachspeisen, denn Bergwerksbegehungen machen hungrig. Am Abend kehrten wir zurück nach Riedelsbach - und selbst da stellte sich heraus, daß noch ein üppiges Abendessen und reichlich Sitterbräu reinpassten ...

26. Mai : Der letzte volle Tag in Bayern war wettermäßig wirklich der mieseste - es regnete durchgehend und es war so kalt, daß wir sogar Pullis und Jacken auspacken mussten. Baden gehen oder sowas kam also nicht in Frage, weshalb wir einen Einkaufsbummel in Waldkirchen ins Programm nahmen. Zunächst klapperten wir einige Läden in der Fußgängerzone ab, gingen dann durch enge Gässchen und fanden sogar noch einen Markt, in dem es CDs und Unterhaltungs-Elektronik gab. Trotzdem verliesen wir diesen ohne Großeinkäufe und fuhren lieber zu Anita, wo wir einen kleinen Imbiss einnahmen und ein paar Runden Dart spielten. Dann folgte das Abschluss-Turnier auf der Kegelbahn - erstmals gelangen mir einige brauchbare Würfe, und so führte ich lange Zeit das Feld an. Doch dann zeigte auch ich Schwächen beim "Abräumen" - 15 Würfe auf ein Bild ist mehr als schlecht, wie auch Kissy feststellen bei sich musste. Aber gerade diese Disziplin ist meistens entscheidend beim Turnier. Und weil Ossi-Dirk als einziger Bandenkönig wenigstens einigermaßen konstant die Kegel wegfegte, wurde er am Ende der Sieger - der große Favorit, M-Fein, belegte den letzten Platz und war dem Wahnsinn nahe ...

27. Mai : Abreisetag - kaum zu glauben, wie schnell diese Woche zu Ende war, aber wir waren rundum zufrieden. Unterkunft und Verpflegung waren vom Feinsten, unsere zahlreichen Aktivitäten waren ebenso lehrreich wie unterhaltsam. Mit zufriedenen Gesichtern bestiegen wir also wieder unser Fahrzeug und steuerten die Heimat an. Natürlich gab es wieder eine Rast, die wir klugerweise am gleichen Rastplatz wie bei der Herfahrt einlegten - preiswert und lecker war es dort. Danach ging es zügig weiter, obwohl wir einmal einen Umweg fahren mussten, weil weder Kissy noch ich richtig aufgepasst hatten - das führte zum Motzen von Mitfahren, die bislang durch lautstarkes Schnarchen aufgefallen waren. Egal - wir kamen wieder zuhause an und auch nahezu zu der Zeit, die wir zuvor geschätzt hatten. Und so gab es auch am letzten Tag des Kegelausflugs 2006 keine nennenswerten Unstimmigkeiten bei den Bandenkönigen. Sehr schön ...

11. Kegelabend, Donnerstag, 1. Juni · Bammental

Ob das intensive Trainingslager in Bayern schuld daran war, oder sich nur der Trend vom letzten Kegelabend vorm Kegelausflug fortsetzte, läßt sich schwer sagen - Tatsache ist aber, daß es auch diesmal wieder häufig schepperte. Auch wieder rund 15 mal setzte die Klingel ein und löste teils Jubel, teils aber auch genervtes Gebrumme aus. Egal - wir waren wieder ganz gut. Beim verstärkt praktizierten "Abräumen" (10 Kugeln Abräumen plus wieder mal 6-Tage-Rennen) war allerdings noch keine Besserung zu erkennen. Und auch von Jörg war nach seiner Knie-OP noch nichts zu sehen ...

12. Kegelabend, Donnerstag, 15. Juni · Kleingemünd

An Feiertagen bleibt das Sportheim in Bammental häufig geschlossen, und so war es auch diesmal - aber für uns ist das inzwischen kein Problem mehr. Dann weichen wir halt auf die frühere Bahn in der "Krone" in Kleingemünd aus - die ist zwar immer noch keine Offenbarung, aber zumindest schmeckt das Essen, seit es dort einen neuen Wirt gibt. Fast wie neu war auch die Anwesenheit von Kegelbruder Jörg H., der sich auch wieder fast wie neu fühlte - daß dem nicht so war, merkte er nach zwei, drei Würfen. Er gab auf, weil sein Knie doch noch nicht wie neu war. Aber auch die anderen Bandenkönige fühlten sich nicht so wohl, weil wir diesmal auf der linken Bahn kegelten - das war ungewohnt, und so blieb die Flut von Neunern und Kränzen aus ...

13. Kegelabend, Donnerstag, 29. Juni · Bammental

Diesmal waren wir wieder wie üblich in Bammental und ließen es - 9er- und kranztechnisch - ordentlich krachen. Es wäre völlig übertrieben, zu behaupten, daß wir Angst um die Klingel gehabt hätten, aber dennoch kam sie überdurchschnittlich oft zum Einsatz. Beim "Abräumen" waren wir aber so schlecht wie immer. Jörg war übrigens nicht dabei, weil er fand, daß es besser sei, wenn er sein Knie noch etwas schont ...

14. Kegelabend, Donnerstag, 13. Juli · Bammental

Erstmals lag unser Kegelabend vorm Darsberg Open Air nicht in der gleichen Woche wie die Veranstaltung - ein großer Unterschied war das auch nicht, jedenfalls nicht bei den Leistungen. Wie bei den letzten Kegelabenden wurde häufig "gestriked" (wie man beim Bowlen sagen würde) und die Stimmung wie gewohnt ausgelassen. Natürlich kam uns immer wieder das ein oder andere in den Sinn, das mit dem Festival zu tun hatte - ab Montag sollte es dann "rundgehen" und alles im Zeichen von DARSBERG OPEN AIR 2006 stehen ...

Woche vom 17. - bis 21. Juli · Festival-Vorbereitungen

Am späten Montag-Nachmittag (nach der Arbeit) begannen wir mit dem Aufbau der Verkaufshütten, die wir zunächst an anderer Stelle - aber wenigstens in Darsberg - abbauen mussten. Der Dienstag wurde mit dem Errichten der Bühne ausgefüllt, wobei es wieder mal Probleme mit dem Aufbau der Überdachung gab (wer wollte im letzten Jahr eigentlich Fotos machen und den Aufbau dokumentieren ?). Diese lösten wir zum Teil noch am Mittwoch, aber es gab auch noch jede Menge andere Dinge, die erledigt werden mussten. Der Donnerstag, an dem die meisten ganztägig anwesend waren, war für den "Feinschliff" und für's Einkaufen reserviert. Und am Freitag war's dann soweit - bevor es um 20 Uhr richtig rockte, wurden noch Tische und Bänke aufgebaut, Kühlschränke gefüllt und Preistafeln gepinselt ...

Freitag, 21. Juli 2006

Darsberg Open Air

1. Tag

Live On Stage : Just Free + DIE CHEFS

Samstag, 22. Juli 2006

Darsberg Open Air

2. Tag

Live On Stage : The Mykells + Redial + FIRST CHILD

15. Kegelabend, Donnerstag, 27. Juli · Bammental

Der eher durchschnittliche Kegelabend, der wenig Sensationelles in Sachen Kegelkunst bot, stand noch voll im Zeichen des Festivals am 21. und 22. Juli. Zwar hatten wir keinen Grund, echt enttäuscht zu sein, aber irgendwie wollte sich auch keine totale Euphorie einstellen. Erstmals hatten wir nach dem Open Air die Minus-Zone verlassen, waren aber weit davon entfernt, für den enormen Aufwand angemessen entschädigt worden zu sein. Der Gewinn war bescheiden und machte keineswegs die Verluste wett, die wir mit den ersten beiden Festivals erwirtschaftet hatten. Auch musikalisch - das war zumindest meine Meinung - war es ein Rückschritt ...

16. Kegelabend, Donnerstag, 10. August · Bammental

Obwohl es keine Meldungen von neuen Rekorde oder sowas an diesem Abend gibt, waren wir trotzdem wieder ziemlich fleißig im Produzieren von Neunern und Kränzen. Kissy stellte fest, daß ihm so langsam die Tabellenfelder ausgehen, in die er M-Fein's Neuner eintragen kann - es standen zwei Alternativen im Raum. Die erste war Käse - einfach weitere Einträge an den Rand des Formulars schreiben. Aber der zweite Vorschlag war super - fast alle im Club waren sich einig, daß es M-Fein ab sofort untersagt war, weitere Neuner zu werfen ...

17. Kegelabend · Donnerstag, 24. August

Davon gibt's ausnahmsweise mal gar nichts zu berichten - zwar war uns zwei Wochen zuvor zugesagt worden, daß trotz Kerwe in Bammental, das Viktoria Sportheim geöffnet sei, aber als wir ankamen, war es dann doch zu. Klar, das hatte leichte bis mittelschwere Verärgerung bei den Königlichen zur Folge, aber das brachte uns auch nicht weiter. Angesäuert fuhren wir in der Hoffnung auf unser Ausweichquartier zurück nach Kleingemünd in die "Krone", aber auch da hatten wir kein Glück. Wir ließen uns an einem großen Tisch nieder, futterten etwas und machten aus dem Abend eine Aussprache nach dem Darsberg Open Air ...

18. Kegelabend, Donnerstag, 7. September · Bammental

Irgendwie lief's an diesem Abend für keinen der Bandenkönig so richtig gut und auch das Geläut blieb meistens stumm - es war erschreckend. Uwe und Jörg legten wieder mal Gesundheitspausen ein, aber wir durften an diesem Abend einen Gast begrüßen: weil immer noch Sommerferien waren, durfte Michel's Sohn Mark mitmachen. Der hatte zwar zuvor noch nie gekegelt, aber es zeigte sich schnell, daß der Junge Talent hat. Beim Abschluss-Spiel (diesmal NICHT das Setzspiel, denn wir wollten ja Mark um sein Taschengeld erleichtern)  sicherte er sich bereits einen guten Platz im Mittelfeld und ließ einige der "alten Hasen" hinter sich ...

19. Kegelabend, Donnerstag, 21. September · Bammental

Der Schreiber dieser Zeilen war an diesem Abend nicht anwesend (weil er sich zur Erholung schon wieder im Bayerischen Wald herumtrieb) und muss sich ausschließlich auf die mündlichen Berichte der Kameraden verlassen - da Bandenkönige aber ehrliche Menschen sind, kann man davon ausgehen, hier die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu erfahren. Aber - wider Erwarten - gab es gar keine Ungeheuerlichkeiten, sondern nur ein nennenswertes Ereignis : Kissy glänzte beim "20-Abwärts"-Spiel mit gleichmäßigen Leistungen und legte gleich 4 mal eine Fünf hin! Kenner wissen, daß er damit nicht auf Null war, sondern auf 40. Als Finanzverwalter hätte er sich eigentlich über die 4 Euro in der Kasse freuen sollen - wie gesagt : eigentlich ...

20. Kegelabend, Donnerstag, 5. Oktober · Bammental

Nur vier Bandenkönige machten sich an diesem Donnerstag auf den Weg nach Bammental - Uwe war nach seiner Schulteroperation natürlich noch nicht fit, Michel G. hatte sich beim Rugby eine Verletzung zugezogen und Dirk war kurzentschlossen nach Griechenland gereist. Also vergnügten sich M-Fein, Kissy, Jörg und Rolli im kleinen Kreis mit Kugeln und Kegeln und nahezu allen Spielen, die wir beherrschen. Mit Ausnahme von einem Sportsmann taten das alle mit Rücksicht auf die Kameraden - Jörg jedoch hatte sich an diesem Tag vorgenommen, einerseits einige persönliche Bestleistungen zu überbieten, anderseits das Strafezahlen diesmal den anderen Keglern zu überlassen. Wie nett ...

21. Kegelabend, Donnerstag, 19. Oktober · Bammental

Auch an diesem Donnerstag war die Teilnehmerzahl nicht höher als 2 Wochen zuvor - bei unseren Kranken hatte sich noch nichts getan, aber anstatt Dirk (war wieder aus Griechenland zurück) fehlte diesmal M-Fein, weil er widerwillig den Pflichten eines Papas nachgehen musste. Da man zu viert natürlich mehr Zeit hat, wurde auch diesmal wieder die gesamte Palette der Spiele durchgezogen - natürlich auch das "6-Tage-Rennen", wo sich wieder einmal zeigte, daß wir ganze miese Kegler sind. Ergebnisse werden nicht verraten - ist zu peinlich ...

22. Kegelabend, Donnerstag, 2. November · Bammental

Es klingeln uns jetzt noch die Ohren, weil wir an diesem Abend wohl einen neuen Rekord in Sachen Neuner und Kränze aufgestellt haben - es waren nicht weniger als 23 ! Und dadurch kommt ganz schön Kohle in die Kasse - wie allgemein bekannt sein dürfte, muß jeder Kegelbruder 50 Cent blechen, wenn ein anderer einen der o. g. Erfolge feiert. Fast 60 EUR kann Kissy also nur deswegen auf unser Konto schaufeln. Und weil wir diesmal fast alle anwesend waren (nur Uwe fehlte immer noch angeschlagen), darf sich jeder auf einen fetten Betrag freuen, der ihm am nächsten Kegelabend abgeknöpft wird. Nur Michel's Sohn Mark (unser Gastkegler - "ja sind denn schon wieder Schulferien ?") kann grinsen - er war von dieser Regelung ausgenommen und darf auch weiterhin mit Taschengeld in voller Höhe rechnen ...

23. Kegelabend, Donnerstag, 16. November · Bammental

Zu Beginn des 23. Kegelabends 2006 sah es schwer danach aus, als ob wir den Neuner-/Kranz-Rekord vom Kegelabend davor locker knacken würden - im Nu war eine beträchtliche Anzahl von Einträgen auf Kissy's Schmierzettel. Aber dann ließ es deutlich nach und wir mussten am Ende zugeben, daß es doch ein ziemlich durchschnittlicher Abend war. Personell gibt es folgende Anmerkungen: Uwe ist nach wie vor außer Gefecht und konnte erneut nicht mitkegeln, und Dirk hat die Abfahrt nach Bammental - mal was Neues - einfach verschlafen. Aber seinen Platz nahm - als Gastkeglerin - diesmal Nicole ein, die nach ihrem längeren Aufenthalt im Osten wieder bei uns "zuhause" ist. Schön ...

24. Kegelabend Donnerstag, 30. November

Kaum etwas Nennenswertes zu berichten gibt es von diesem Abend - alles war ziemlich durchschnittlich (also auch die Leistungen der Bandenkönige). Es kann auch nichts über zahlungskräftige Gastkegler gemeldet werden, und - logisch - demzufolge wurde auch niemand ausgenommen wie eine "Weihnachtsgans". So bleibt nur die Anmerkung, daß (mit Ausnahme von Uwe - immer noch die Schulter) alle anwesend waren. Bestenfalls kann ins Tagebuch aufgenommen werden, daß Michel G. (der neueste Bandenkönig) langsam seine alte Form wiederfindet und uns mit einigen heftigen Klinglern überraschte. Und wir dachten schon, daß wir nie wieder in dieser Art von ihm hören würden ...

Weihnachtsfeier, Samstag, 2. Dezember · Heiligkreuzsteinach

Diesmal fand unsere Bandenkönige-Weihnachtsfeier bei Jodi (Wirt vom "Weißen Lamm" in Heiligkreuzsteinach und treuer Unterstützer von allen Bandenkönige-Veranstaltungen) statt. Bis die griechischen Köstlichkeiten serviert wurden, wurde angeregt geplaudert und reichlich Wein, Bier und - für die Fahrer - Alk-Freies konsumiert. Dann wurde lautstark gemampft und geschmatzt. Der Abschluss des Abends folgte dann im Nebenzimmer (bei "Blues News"-Klaus), wo wir uns noch ein paar Havannas u. ä. gönnten. Erfüllt vom Weihnachtsgeist machten wir uns zu später Stunde auf den Heimweg ...

25. Kegelabend, Donnerstag, 14. Dezember · Bammental

Zwar schafften wir es auch am vorletzten Kegelabend des Jahres 2006 nicht, geschlossen und komplett in Bammental anzutreten - zwar war erstmals seit langer Zeit Uwe wieder dabei, aber auf M-Fein hatte eine Hexe geschossen und er meldete sich krank. Kegeltechnisch gab es für alle das Übliche Wechselbad zwischen "grottenschlecht" und "bärenstark" - und Wuschelmichel zeigte uns einen affengeilen Trick: er donnerte in bekannter Weise die Kugel in Richtung "rechts raus", erwischte aber gerade noch eben den Kegel dort. Dieser "starb" langsam, schubste aber beim trägen Fallen noch sechs seiner erstaunten Kollegen nacheinander in "Domino-Art" um - mal echt was Neues, wenn auch ein etwas unverdienter Erfolg ...

26. Kegelabend, Samstag, 30. Dezember · Kleingemünd

Der letzte Kegelabend des Jahres 2006 fand mal wieder in unserem Ausweichlokal "Krone" in Kleingemünd statt. Und pünktlich zum Finale standen den 9 Kegeln alle 7 Bandenkönige gegenüber. Leider tun wir uns auf der "Krone"-Bahn immer etwas schwer, was zu einer bescheidenen Ausbeute führte, was die Anzahl der Würfe mit akustischer Untermalung betrifft. Dem wahrscheinlichen "Bandenkönig 2006" M-Fein (wer sonst?) blieben - soweit ich mich erinnere - sogar alle Erfolgswürfe versagt. Naja, er kann's verkraften ...

Und hier geht's zum

Tagebuch 2007 ...



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