Liebes Tagebuch ...

DAS TAGEBUCH DER

B A N D E N K Ö N I G E

2007

Wie ? Das TAGEBUCH 2006 noch nicht gelesen ? Dann los ...

1. Kegelabend · Donnerstag, 11. Januar

Es dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein, daß Michael "M-Fein" Fein es auch 2006 erneut auf den Thron der Bandenkönige geschafft hat - ihm gelangen mit Abstand (und auch jeder Menge Glück) die meisten Neuner und Kränze im vergangenen Jahr. Und daß er auch 2007 wieder scharf auf diesen Titel ist, unterstrich er bereits am ersten Kegelabend 2007 deutlich. Gleich sein erster Wurf war ein Kranz und es klingelte noch sechs weitere Male. Beim dritten Klingler wurde ihm zwar schon von allen anderen Club-Mitgliedern (ich kann erneut von Vollzähligkeit berichten) der Vereinsausschluss angedroht, aber das ließ den erfolgsverwöhnten Kegler kalt. Zwar kamen auch noch andere zu erfreulichen (und notierenswerten) Würfen, aber eigentlich ist das Jahr schon wieder "gelaufen" ...

2. Kegelabend · Donnerstag, 25. Januar

Bei lausigem Wetter (der beinahe schon abgehakte Winter hatte sich doch noch gezeigt) waren wieder alle aktiven Bandenkönige pünktlich um 20 Uhr bereit - und nicht nur das: Dirk hatte noch zwei Kollegen als Gastkegler mitgebracht. Durch Edgar und Thomas kamen wir auf die lange nicht erreichte Zahl von neun Keglern - zwar waren unsere Gäste in dieser Sportart nicht sehr geübt, aber nach ein paar Würfen konnten sie an den "normalen" Spielen teilnehmen. Lediglich beim Setzspiel setzten Edgar und Thomas aus und trainierten derweil auf der anderen Bahn. Als ehrenwerte Sportsmänner wollen wir natürlich in den Verdacht kommen, daß wir Gastkegler "ausnehmen wie Weihnachtsgänse", denn das Setzspiel kann für Anfänger eine teure Sache werden - so waren aber alle zufrieden und es wurde sogar angekündigt, daß unsere Gäste beim nächsten Mal wieder (und dann "aber richtig") dabei sind ...

Schnitzel-Essen in der "Krone" · Freitag, 26. Januar

Das Jahr 2007 soll voll im Zeichen "bandenköniglicher Kameradschaft" stehen - und dazu gehört auch die gelegentliche gemeinschaftliche Nahrungsaufnahme. Da schien es naheliegend, daß wir alle am ersten "Kleingemünder Schnitzel-Abend" des Jahres in der "Krone" teilnehmen und auf diese Weise auch zeigen, daß wir stets dankbar sind, wenn wir dort zum "Ausweichkegeln" (wenn in Bammental mal die Pforten verschlossen sind) antreten können. Wie so oft, war es leider auch diesmal nicht möglich, alle Bandenkönige an die gemeinsame Tafel zu locken - Michel G. und Ossi-Dirk verzichteten zugunsten von Familie bzw. Sport und/oder der Pflege zwischengeschlechtlicher Kontakte. Wie dies alles verlief, wissen wir nicht (und wenn doch, dann würden wir es verschweigen) - das gemeinsame Futtern von Haucki, M-Fein, Kissy, Uwe und Rolle jedenfalls war in jeder Hinsicht befriedigend ...

3. Kegelabend · Donnerstag, 8. Februar

Irgendwie scheint 2007 unser "Jahr der Gäste" zu werden - diesmal brachte Dirk zwei Kollegen (jedoch andere als beim vorangegangenen Kegelabend) mit, aber die Bandenkönige es nicht über's Herz, diese auch "auszunehmen wie Weihnachtsgänse". Und wie es oft ist, wenn man zu viel Rücksicht auf vermeintlich Schwächere nimmt - der Schuss geht plötzlich nach hinten los und die Bermherzigen werden zu den Deppen des Abends. Itze, einer unserer beiden Gäste, konnte sich nicht angemessen benehmen und donnerte einen Neuner nach dem anderen. Natürlich blieb Dirk der königliche Anschiss nicht erspart ("was schleppst Du uns da für ein Gesindel an ?"). Dennoch - Fazit: die Bandenkönige mussten dafür jede Menge Sonderzahlungen (jeder pro Neuner 50 Cent) leisten - aber gut, es bleibt ja in der Familie ...

4. Kegelabend · Donnerstag, 22. Februar

Alle Jahre wieder hat das Viktoria-Sportheim nach Fasching geschlossen (was auch verdient ist), und so mussten wir wieder einmal in die "Krone" ausweichen. Angenehm bei der Anreise - weniger positiv der Zustand der Kegelbahn. Aber das kennen wir ja schon - dennoch waren die Erfolge ganz vorzeigbar, wenngleich sich niemand besonders hervor tat. Ins Schwitzen kamen wir lediglich, als kurz vor halb neun der Kegelclub der älteren Damen (die wir noch von unserer "Krone"-Zeit kennen) auftauchte und vergeblich nach der reservierten Bahn suchte. Dank der Bandenkönige war alles belegt, und es sah kurz danach aus, als ob wir abbrechen müssten. Aber der Wirt, dem der Fehler auch unterlaufen war, regelte alles, wir durften bleiben und die Damen waren auch happy (haben wohl jede Menge Schnäpse als Entschädigung gekriegt). Bleibt noch zu erwähnen, daß wir wieder einen Gast begrüßen konnten - Nicole war mal wieder da, kegelte aber nicht mit, weil sie verletzt war - Fuss in der Autotür eingeklemmt, oder den Kopf in der Scheibe. Oder sich auf die Hand getreten ? Was weiss ich ...

5. Kegelabend · Donnerstag, 8. März

Am fünften Kegelabend waren wir wieder zu neunt - alle sieben Bandenkönige plus zwei Gäste (Thomas und Edgar, die schon mal Ende Januar dabei waren) machten zeitweise das Anmieten der zweiten Bahn notwendig. Zu Glück haben ja unsere ehemaligen Kollegen, die dort ihr Unwesen trieben, vor einiger Zeit das Kegeln aufgegeben (was uns mehr als gut gefällt, denn der Rabatz, den die veranstalteten, war selbst für den tolerantesten Bandenkönig nur schwer erträglich), und so konnten wir unsere Spiele flott durchziehen. Von besonderen Erfolgen kann ich leider nicht berichten - nun ja, Haucki kam dem Rekord im "5 auf die Vollen, 5 abräumen" verdächtig nahe, aber letztendlich hat er (trotz bester Chancen) doch jämmerlich versagt. Schön war auch, daß gleich drei Herrschaften beim "1000er Spiel" die (bei den anderen) beliebte Zahl 555 erreichten und sich in die lange Liste derer eintragen durften, die noch Schnapsrunden zahlen müssen ...

6. Kegelabend · Donnerstag, 22. März

Wieder mal ein Abend, von dem es wenig bis garnix zu erzählen gibt - keine neuen Rekorde, keine Verletzungen und auch keine Ausschreitung von einzelnen Bandenmitgliedern. Natürlich gab es für jeden gute und schlechte Phasen, die mit mehr oder weniger begeisterten Kommentaren bedacht wurden. Aber alles in allem war es ein gewöhnlich Kegelabend ohne echte Höhepunkte. Es fiel jedoch auf, daß wir extrem viele, noch unbezahlte Schnaps-Runden auf dem Zettel stehen hatten (und praktisch an jedem neuen Kegelabend weitere dazukamen). Wir fragten uns, was man dagegen tun könnte, stellten fest, daß es unmöglich war, die Schnäpse (meistens in Gestalt von "Ouzo") alle in kurzer Zeit "weg-zu-trinken". M-Fein hatte einen Geistesblitz und schlug vor, die Runden in Geldbeträge umzuwandeln (allerdings war sein Vorschlag "10 EUR pro Runde" doch übertrieben) und möglichst bald einen Grill-Abend auszurufen. Nun ja, gar nicht so dumm ...

7. Kegelabend · Donnerstag, 5. April

Das Angenehme an diesem Tag war, daß alle Anwesenden gutgelaunt vom Malochen zum Kegeln kamen, denn am folgenden Freitag hatte keiner einen anstrengenden Arbeitstag und wenig Schlaf vor sich. Der Freitag war nämlich frei (was - wenn Namen nicht "Schall und Rauch" wären - eigentlich immer so sein müsste, sonst hätte man ihn ja nicht Freitag taufen müssen), weil ein Feiertag, der sich Karfreitag nennt und kurz vor Ostern liegt - kegeltechnisch beflügelt hat das allerdings niemand. Die Ergebnisse waren zwar nicht schlecht, aber richtig gut waren sie auch nicht - es gibt also nichts Sensationelles zu berichten ...

8. Kegelabend · Donnerstag, 19. April

Heute muss ich degegen von einer sehr unschönen Sache berichten (obwohl das ein Kamerad wohl nicht so negativ sieht). M-Fein (ja, genau - der schon wieder!) vergraulte bereits zum Anfang des Kegelabends seine Kegelbrüder derart, daß z. B. Uwe und Kissy ihre sportlichen Aktivitäten umgehend einstellen und den Abend beim Frustsaufen an der Theke fortsetzen wollten. Weshalb? Deshalb: zu Beginn der "5-auf-die-Vollen / 5-abräumen"-Runde war Herr Fein noch einigermassen normal, aber beim Abräumen drehte er dann völlig durch. Nach zunächst 2 durchschnittlichen Würfen, räumte er völlig unerwartet eine schwierige Kegelstellung ab, was ihm aber sogar gegönnt wurde. Dass er danach aber mit 2 Neunern auf 27 Punkte kam und somit den bisherigen Rekord in dieser Disziplin um einen Punkt überbot, verzieh ihm keiner mehr. Und nicht nur, weil das für alle eine Strafe von 1 Euro bedeutete ... 

9. Kegelabend · Donnerstag, 3. Mai

M-Fein hatte sich vorgenommen, an diesem Tag bzw. Kegelabend gleich zwei neue Rekorde aufzustellen (in welchen Disziplinen und warum überhaupt, habe ich nicht verstanden), aber daraus wurde erstmal nichts. Nun ja - muss auch nicht sein. Auch den anderen Kollegen blieben derartige Erfolge versagt, obwohl es aber falsch wäre, zu behaupten, wir hätten alle versagt. Nein, das nicht, aber es kann trotzdem nur von einem mäßigen bis durchschnittlichen Abend berichtet werden. Kissy mutmaßte (kurz bevor der die Kladde schloss), daß er am nächsten Kegelabend in 2 Wochen von allen Bandenkönigen Geldbeträge eintreiben würde, die alle auf vergleichbarem Niveau liegen. Wir werden sehen ... 

10. Kegelabend · Donnerstag, 17. Mai

Himmelfahrtstag (auch Vatertag genannt), also wieder mal Feiertag - und ein Tag an dem das Sportheim in Bammental geschlossen bleibt. Aber in der "Krone" in Kleingemünd wurden wir mit offenen Armen empfangen. Und entgegen aller Erwartungen "krachte" es auf der "ungeliebten" Bahn in restaurierungsbedürftigen Zustand (das war ja der Hauptgrund, weshalb wir seinerzeit nach Bammental wechselten) ziemlich häufig. Kissy kriegte das besonders nachhaltig zu spüren, als er (mit souveränem Grinsen) bei der "Fuchsjagd" mit satten 12 Punkten in Führung lag und schon so gut wie sicher in seinem imaginären Bau verschwunden war. Aufgehetzt von Uwe donnerte ein Kegel-Kamerad namens Rolli dem Kissy-Fuchs einen astreinen Kranz ins Kreuz und brachte ihn somit kurz vor der Haustür noch zur Strecke. Das Volk tobte vor Begeisterung - nur Kissy sah so aus, als müsse er auf die Bahn kotzen ...

11. Kegelabend · Donnerstag, 31. Mai

Immer dann, wenn ich von Vollzähligkeit berichte, dann weiß der aufmerksame Leser, daß es in sportlicher Hinsicht nur wenig Aufregendes gab. Gut, Ossi-Dirk hat wirklich eine Erwähnung verdient, denn nach seiner Pause (am Vatertag hat er seinen Vater besucht) kam er ungewohnt stark und sehr treffsicher zurück und unterstrich dies auch akustisch. Gleich sein erster Wurf war ein ganz Großer und führte zu kräftigem "Gebimmel" und "Geblinke". Aber er blieb weiterhin stark und versaute häufig den Kegelbrüdern die Tour. "Wuschel-Michel" dagegen verbrachte viel Zeit damit, Dreier in allen denkbaren Variationen zu produzieren. Gegen Ende wurde dann aber alles wieder "normal" - nur M-Fein beklagte, daß ihm weder ein Neuner, noch ein Kranz gelungen war. "... dabei hätte es mindestens 10 mal klingeln müssen ..."

Kein Kegelabend · 14. Juni · Konzertbesuch

Dieser Kegelabend wurde gecancelt, weil an diesem Abend der DARSBERG OPEN AIR 2005-Teilnehmer JULIAN SAS mit seiner Band im "Rex" in Lorsch gastiert. Grund genug, auf den Sport zugunsten von Kultur zu verzichten. Da sich aber an diesem Wochenende die "besuchenswerten" Events häufen (am 15. Juni "CHEAP PUPLE" in Neckargemünd, am 16. 06. das Fest von HaJott, mit musikalischer Einlage von Rolli), ließ sich leider kein anderer brauchbarer Abend in dieser Woche finden. Also ... erst in 14 Tagen wieder sportliche News.

Nach dem Konzert von JULIAN SAS (das wieder mal vom Feinsten war) gab es auch Gelegenheit, noch etwas miteinander zu plaudern. Trotz unzähliger Auftritte, die Julian seit dem DARSBERG OPEN AIR 2005 absolviert hat, musste er nur kurz nachdenken: "da haben wir auf einem Berg gespielt - hmm ... Darsberg Open Air!" Er versicherte noch mal, daß es ihm bei uns sehr gut gefallen hat und, daß er gerne mal wieder bei uns spielen würde ("beim Open Air 2008!?"). Mal sehen, vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit, diesen herausragenden, unkomplizierten und ehrlich-freundlichen Musiker wieder in unsere Gegend zu locken. Muss ja nicht unter freiem Himmel sein ...

12. Kegelabend · Donnerstag, 28. Juni

Das hat es schon lange nicht mehr gegeben - 4 lange Wochen kein Kegelabend. M-Fein, Uwe und Dirk hatte diese Pause offensichtlich gutgetan, denn sie waren Neuner- und Kranz-hungrig wie selten. Bei Michel und Haucki dagegen waren weder Vor- noch Nachteile auszumachen - sie kegelten mit den üblichen Schwankungen auf normalem Niveau. Bei Kissy und Rolli aber ging gar nicht viel, und wären die beiden nicht schon so alte - erfahrene und seelisch stabile - Kegelvereins-Hasen, dann wäre zu befürchten gewesen, daß sie zutiefst depressiv werden. Einmal hatte Kissy weinerlich errechnet, daß er bereits 8 € 50 für die Kränze und Neuner anderer zu blechen habe, und direkt danach klingelte es wieder, was den Betrag natürlich weiter in die Höhe schraubte. Besserung erhoffen sich Kissy und Rolle beim nächsten Kegelabend ...
Nebenbei wurde auch über die Beteiligung der Bandenkönige an der Darsberger "Ersatz"-Kerwe am 4. August gesprochen. Wir hatten ja geplant, in Haucki's Scheune einen Comedy-Abend zu präsentieren, was aber aus terminlichen Gründen nicht klappt. Unsere beiden Wunsch-Kandidaten haben sich ihren Urlaub auch redlich verdient und können deshalb am vorgesehenen Termin nicht auftreten, Alternativen waren nicht zu finden (und die 3., 4. oder 5. Wahl wollen wir auch nicht anbieten) und so bleibt uns nur, die Sache ganz abzusagen. Es war auch deutlich herauszuhören, daß die Bandenkönige den 4. August für den schlechtesten Termin halten, den man finden konnte.

13. Kegelabend · Donnerstag, 12. Juli

Hätten wir diesmal nicht am Donnerstag sondern am Freitag gekegelt, dann hätten sicher einige Herrschaften den Grund für ihr schlechtes Abschneiden schnell gefunden - der 13. Kegelabend am Freitag, den 13. ! Aber es war Donnerstag und somit gab es keinen Grund für Aberglauben. Trotzdem hatten einige (z. B. Haucki) wahrlich kein Fortune, und werden beim nächsten Mal kräftig zur Kasse gebeten. Nun ja, keine Zeit für Mitgefühl - beim letzten Kegelabend war ich mehr oder weniger kassentechnischer Alleinunterhalter und beim nächsten trifft es hoffentlich wieder einen anderen. Insgesamt war der 12. Juli eher ein durchschnittlicher Abend und wird mit ca. 15 Klinglern wohl nicht in die Geschichte eingehen. Gut, unser (Wuschl-)Michel fehlte und hätte eventuell daran noch etwas verbessern können, aber er war halt krank. Das hinderte uns aber nicht daran, auch mal darüber zu sprechen, was mit den unzähligen Runden passieren soll, die immer noch ausstehen. Wir hatten ja vor einiger Zeit mal an ein Grillfest gedacht (was im Prinzip immer noch verlockend ist), konnten uns aber noch nicht auf eine Summe einigen, die jede Runde wert sein soll. M-Fein dachte an 10 EUR, was aber wohl etwas viel ist - zum einen würde das recht teuer für die Hauptschuldner, und zum anderen könnte man die zu erwartende Summe (ich schätze mal mindestens 500 EUR) auch nicht an einem Abend versaufen und verfressen. Also muss darüber noch mal geredet werden ... 

14. Kegelabend · Donnerstag, 26. Juli

Zum zweiten Mal in Folge legte Kamerad M-Fein beim "Lattenzaun" eine 5 vor - und bekam von Kegelbruder Rolli gleich eine satte 9 eingeschenkt. Auch zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen (was im Tagebucheintrag vom 12.07. nicht erwähnt wurde, weil es halt doch nicht sooo sensationell ist, wenn es einmal vorkommt). Nach Adam R.'s bewährter Rechenmethode (und den besonderen Regeln der Bandenkönige) bedeutete das jedes Mal 128 Strafpunkte - oder anders ausgedrückt pro Punkt 5 Cent für die Kasse. Das ist heftig, könnte man meinen, aber umgekehrt hat M-Fein bereits zweimal auf eine 5 von Rolli mit einem Kranz (das zählt dann sogar 224 Strafpunkte) geantwortet. Damit steht auf Rolli's Racheliste wieder Kollege Kissy ganz oben (ein Kranz auf eine vorgelegte 5). Ansonsten gibt es wenig zu berichten von diesem Kegelabend: wenig Gebimmel und Geblinke und Wuschel-Michel immer noch krank ...

15. Kegelabend · Mittwoch, 8. August

Es ist schon wieder passiert: M-Fein legt beim "Lattenzaun" eine 5 vor, und fängt sich eine 9 ein - dieses Mal aber nicht von Rolli (dem gelang nur eine 7, aber mit Tendenz zum Kranz), sondern von El Presidente Kissy. Und diese 9 sollte nicht die einzige des Abends bleiben - es gesellten sich noch weitere 19 und ein einsamer Kranz hinzu. Zeitweise wechselte sich das Bimmeln der Kegelbahn und das Gezwitscher unserer elektronischen Vereinsglocke (eigentlich eine "Handtaschen-Alarm-Anlage") so schnell ab, daß die wieder komplett angetretenen Bandenkönigen kaum die Gelegenheit zum Plaudern hatten. Es gelang aber trotzdem, wenigstens mal grob die zeitliche Richtung für unser Grillfest zu bestimmen - es soll nun am letzten Wochenende im September stattfinden. Der Club-eigene Wetterfrosch Uwe D. sagte für genau diesen Zeitpunkt die Rückkehr des Sommers 2007 voraus. Na dann ...

Konzertbesuch · Donnerstag, 9. August

Daß fast alle Bandenkönige auch richtige Musikfreaks sind, kann man schon an den zahlreichen Veranstaltungen sehen, die unser Club auf dem Kerbholz hat. Aber wir sind ganz gerne auch nur Zuhörer, weshalb man uns z. B. häufig im REX in Lorsch antrifft. REX-Chefin Margit zählt uns sogar zu ihren Stammgästen und überließ uns deshalb einige Frei-Tickets für das letzte Konzert vor der Sommerpause. Kissy, Uwe, Jörg und ich nahmen dieses Angebot gerne an und waren beim Auftritt von Cyril Neville dabei. Cyril ist einer der legendären NEVILLE BROTHERS aus New Orleans und kam quasi mit seiner Familien-Band nach Lorsch. Zwar war der typische New Orleans-Stil-Mix nicht durchweg nach unserem Geschmack (besonders als die 3. Generation Neville's ihren Auftritt hatten), aber über weite Strecken war das doch richtig gut und beeindruckend. Wir bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal bei Margit für die Tickets ...

Kein Kegelabend· Donnerstag, 23. August

Dieser Kegelabend musste kurzfristig abgesagt werden, da das Viktoria-Sportheim wegen der Bammentaler Kerwe (die Werners sorgen auch da für anständige Bewirtung) leider geschlossen war. Ersatz war auf die Schnelle nicht zu finden und deshalb geht's erst wieder am 6. September weiter ...

16. Kegelabend · Donnerstag, 6. September

Er hat es schon wieder getan - M-Fein eröffnete das Lattenzaun-Spiel mit einer "5" (wir erinnern uns: da wird automatisch "Contra-Re-Bock-Sup-Hirsch", also 5-fach gezählt, und jeder Kegel mehr ergibt 32 "Latten" am Zaun extra, wobei jede 5 Cent kostet). Glück für ihn, daß diesmal keinem ein Neuner oder Kranz darauf gelang. Aber einige 7er sorgten dafür, daß doch noch ein paar Euro in der Kasse klingelten. Auch Glück für M-Fein war, daß er diesmal nur 5 Gegner hatte, denn Haucki weilt derzeit zu Erholungszwecken in den U.S.A. (böse Zungen behaupten jedoch, er sei zu einem weiteren Besichtungs-Marathon in die Staaten aufgebrochen, und von Erholung könne da nicht die Rede sein). Aber auch ohne ihn waren wir wieder recht fleißig - diesmal klingelte es exakt 20 mal, worauf genau 100 mal genervtes Gemaule zu hören war (weil bei jedem Kranz oder Neuner 5 von 6 Kegelbrüdern 'rummotzen). Kissy fügt neuerdings übrigens immer noch an: "was das wieder kostet ..."

17. Kegelabend · Donnerstag, 20. September

Da Haucki immer noch Amerika besichtigt und wahrscheinlich schon zahllose Kleinbild-Filme (Digital hat er noch nicht) mit drittklassigen "Weltwundern" vollgeknipst hat, waren die Bandenkönige auch am 17. Kegelabend 2007 nur zu sechst. Da bot es sich an, mal wieder die "Fuchsjagd" zu spielen, aber bereits da zeigte sich schon, daß dieser Abend nicht in die Geschichte eingehen wird (was besonders auf den Schriftführer zutrifft, also mich). Zwar konnte ich mich beim 1000-Rennen noch einigermaßen passabel aus der Affaire ziehen, aber beim "Setzspiel" hat`s mich dann richtig erwischt. Es ist zwar nicht sehr originell, aber ich schließe mich voller Selbstmitleid Kissy's Worten an: "was das wieder kostet ..."

Übrigens haben wir uns nun entschlossen, den schon so lange geplanten Grillabend (bei dem die ausstehenden Runden "abgebaut" werden sollten) in ein Abendessen bei Jodi umzuwandeln. Termin: erster Samstag im Oktober ...

18. Kegelabend · Donnerstag, 4. Oktober

Alle wieder versammelt - der 18. Kegelabend des Jahres begann zögerlich (und mit etwas Verspätung von Michel und Uwe). Gegenüber den letzten Abenden waren wir diesmal recht sparsam mit Neunern und Kränzen, und Kissy zählte nur ein Duzend Striche auf seiner Liste. Das sorgte zwar dafür, daß unser Präsident beim Zuklappen der Kegelkladde nicht weinerlich "was das wieder kostet" seufzen musste, aber auf der anderen Seite bedeutete es auch, daß keiner so richtig gut war. Deshalb wurde verhältnismäßig viel ob der eigenen Unfähigkeit geflucht und geschimpft - ich schätze mal grob, daß jeder Teilnehmer etwa ein Duzend Wutausbrüche pro Stunde hatte. Trotzdem waren am Ende irgendwie alle zufrieden, und so konnten wir uns sogar auf einen Termin für das geplante "Runden-Essen" einigen. Es findet nun definitiv am Samstag, den 20. Oktober bei Jodi im "Weissen Lamm" statt, weil's am 1. Samstag des Monats nicht geklappt hatte ...

19. Kegelabend · Donnerstag, 18. Oktober

Man kann es nicht anders bezeichnen - diesesmal waren wir lausig schlecht ! Nur sechs Mal schafften wir es (zusammen), die Bahn-Anzeige zum Blinken und die Glocke zum Bimmeln zu bringen. Zwar fehlten krankheitshalber Uwe und Michel, aber das darf auch keine Entschuldigung sein. Das war ein erbärmliches Gekegel ! Und weil niemand so richtig mit guten Leistungen prahlen konnte, mußte als Gesprächsthema eine rechtliche Frage herhalten - Dirk hatte es geschafft (als bisher einziger in all den Jahren) beim "Lattenzaun" (Kontra-Spiel) eine Bande "vorzulegen". Kissy behauptete, dieses leichte Mißgeschick sei wie eine "5" zu bewerten, was bekanntlich zur Folge hat, daß jeder Kegel mehr oder weniger mit satten 32 Strafpunkten zu Buche schlägt. Mir erschien besonders die Tatsache, daß ich z. B. für eine 4 Strafe zahlen soll, wo doch Dirk garnix vorgelegt hatte, unlogisch. Da ich dann aber auch eine 5 schaffte, war es mir scheißegal - soll doch Haucki (dem nur eine 3 gelang, die ihm 64 Strafpunkte einbrachte) selber für Gerechtigkeit kämpfen. Schließlich traf es ja keinen Armen, wenn man daran denkt, welche Länder er andauernd bereist ... 

"Runden-Essen", Samstag, 20. Oktober

Auch das Runden-Essen kam nicht über eine Teilnehmerzahl von 5 Personen hinaus - Uwe und Michel waren immer noch nicht fit, und das ersparte uns das Zusammenstellen von zwei Tischen. Gegessen wurde "A là Carte", was kein griechisches Gericht ist, sondern einfach nur bedeutet, daß sich jeder das aus der Speisekarte auswählte was ihm schmackhaftesten erscheint. Danach verweilten wir noch einige Zeit im großen Saal bei Jodi im "Weissen Lamm", dort wo Raucher noch wie richtige Menschen behandelt werden. Zu fortgeschrittener Stunde wechselten wir dann das Etablissement, und ließen uns noch bei der Eröffnung der "Power Station" (das ehem. Bahnhofs-Restaurant) blicken. Einige Biere später suchte uns dann die Müdigkeit heim und wir folgten ihr. Wir gingen also heim ... 

20. Kegelabend · Freitag, 2. November

Weil der 1. November in vielen Bundesländern ein Feiertag ist (bei uns in Hessen zwar nicht, aber in Baden-Würtemberg, wo wir kegeln), blieb die Kegelstube in Bammental an diesem Tag geschlossen. Also fragte Kissy nach, ob unsere Ausweich-Bahn in der "Krone" in Kleingemünd frei wäre - war sie nicht, aber am Tag darauf, am Freitag. Da Bandenkönige ja enorm flexibel sind, verschoben wir den Kegelabend um einen Tag, und traten zu sechst an (Michel immer noch krank). Die Bahn dort ist zwar immer noch in keinem besseren Zustand als bei unserem letzten Besuch, aber das hatten wir auch nicht erwartet. Wir klärten nebenbei, daß Dirk's Bande vom letzten Mal doch eine normale "0" und keine "5" ist, und versuchten, einigermaßen anspruchsvoll zu kegeln. Erstaunlicherweise kamen mitunter schöne Würfe zustande und es klingelte sogar zehn Mal (wobei ich alleine 5 mal erfolgreich war). Wir freuen uns schon auf's nächste Kegeln - dann gott-sei-dank wieder in Bammental ...

21. Kegelabend · Donnerstag, 15. November

Michel und Uwe waren immer noch krank, und Haucki war bei einer Beerdigung in der Pfalz - mit anderen Worten: es waren nur vier Bandenkönige anwesend und sportlich aktiv. Was das Thema "Neuner und Kränze" betrifft - da war es ähnlich wie bei den Bandenkönigen: es fehlten eine ganze Menge. Und da wir aus personellen Gründen die Spiele gemütlich angehen konnten und auch die "Fuchsjagd" mal wieder ins Programm nahmen, blieb auch etwas Zeit über unsere Formkrise zu diskutieren. Aber wir fanden weder einen einleuchtenden Grund noch eine Formel, wie dem Elend ein Ende gemacht werden könnte. Kurz bevor wir in tiefe Depressionen fielen und uns gegenseitig selbst bedauerten, kam dann glücklicherweise unser Nicölchen auf einen Besuch vorbei und heiterte uns wieder auf ...

22. Kegelabend · Donnerstag, 29. November

Uwe und Michel waren diesmal wieder dabei, aber dafür musste M-Fein pausieren, der sich krank gemeldet hatte. Das gab Hoffnung für den ein oder anderen, vielleicht im Kampf um den Titel "Bandenkönig 2007" noch ein paar Pünktchen zu sammeln. Aber der Trend der letzten Wochen zu immer weniger Neuner und Kränze setzte sich auch an diesem Abend fort. Natürlich klingelte es hin und wieder mal, aber - und daran merkt man deutlich, wie unzufrieden alle waren - es regte sich keiner über die Erfolge der anderen auf. Dennoch wäre es falsch zu behaupten, die Stimmung sei eine betrübte gewesen, nein, es war trotzdem ganz lustig. Nebenbei wurde unsere Weihnachtsfeier mal wieder in den Januar verschoben ... 

23. Kegelabend · Donnerstag, 13. Dezember

Alle Mann an Bord am vorletzten Kegelabend des Jahres 2007 - und wir hatten sogar noch einen Gastkegler dabei: Itze, der uns schon Anfang des Jahres beehrt und mit guten Leistungen (fast) geärgert hatte. Aber dieses Mal konnte weder er, noch alle anderen so richtig glänzen - es schien als ob uns zum Saison-Ende die Kräfte verlassen würden (siehe auch die Abende davor). Die Spiele zogen sich hin wie altes Kaugummi, und das Setzspiel fiel ziemlich kompakt aus, weil sich die anderen Übungen nur träge zum Abschluss schleppten. Bleibt nur noch die Hoffnung, daß wenigstens am letzten Kegelabend in diesem Jahr wieder ein Formanstieg zu verzeichnen ist - aber (ehrlich gesagt) sind die Aussichten darauf eher bescheiden, denn wieder einmal müssen wir nach Kleingemünd ausweichen und auf eine Winterpause, die verlorene Kräfte wieder zurückbringt, müssen wir auch verzichten, wir armen Schweine ...

24. Kegelabend · Donnerstag, 27. Dezember

Fast hätte der 24. Kegelabend 2007 nicht stattfinden können, denn - wie im letzten Tagebucheintrag bereits angekündigt - war das Viktoria Sportheim in Bammental "zwischen den Jahren" (wer hat sich nur diese Quatsch ausgedacht)  geschlossen. Und mit dem "Dann-kegeln-wir-halt-in-Kleingemünd" wollte es zunächst nicht so recht klappen, aber dann wurde uns doch noch die Freigabe erteilt, weil die Stamm-Kegler dort alle abgesagt hatten. Unseren Quoten-Ossi Dirk hätte das aber auch nicht gestört, denn er war über die Feiertage zu seiner Familie in den fernen Osten gereist. Als gleichwertigen Ersatz schleppte Michel seinen Junior Mark (der auch schon einige Male dabei war) an - aber wie sein Vorgänger Itze am 13. Dezember konnte auch Mark uns nicht erschrecken. Zwar gelangen wieder nur wenige Top-Würfe, die in den Statistiken auftauchen, aber insgesamt war das gar nicht so schlecht - und das beim schlechten Zustand der Kegelbahn und den lausigen Temperaturen, die dank defekter Heizung (mehr schlecht als recht durch eine Gas-betriebene Heizkanone ersetzt) im Raum herrschten ...  

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